Phalaenopsis, Orchideen im Winter

Phalaenopsis Hybride in Wurzerlsgarten

Phalaenopsis, eine Schmetterlingsorchidee kommt ins Haus.

Alle Jahre wieder… kommt ein neuer Versuch mit einer blühenden Orchidee im Haus? Oder habt Ihr schon kapituliert, weil es immer nur eine kurze Freude und mehr Frust war? Dann solltet Ihr jetzt weiterlesen, denn Ihr könnt das schaffen! Eine Phalaenopsis ist ein wunderbares Mitbringsel zur Weihnachtszeit. Noch besser, man beschenkt sich selbst mit einer Pflanze, die über Monate hinweg unermüdlich blühen kann. Die Ansprüche einer Phalaenopsis sind für Jeden erfüllbar, wenn wir, gerade bei einem Kauf im Winter einige Voraussetzungen beachten.

Phalaenopsis parishii in Wurzerls altem Wintergarten.

Naturarten, wie Phalaenopsis parishii, gehören in die erfahrenen Hände von Orchideenspezialisten.

Gehen wir also zum Einkaufen:

Was kaufen wir nicht?

Wenn Ihr an Orchideen generell interessiert seid, schreibt mir das in der Antwort, ich kann später gerne über mehrere passende Gattungen informieren. Heute beschränke ich mich auf die Gattung Phalaenopsis, die in 60 – 70 verschiedenen Arten in Südostasien – Nordaustralien vorkommt. Die Epiphyten wachsen als Aufsitzerpflanzen (das sind keine Schmarotzer, sondern halten sich lediglich an ihren Wirtsgehölzen fest) auf Bäumen. In ihren Habitaten herrscht ein warmes, feuchtes, halbschattiges Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Keine Phalaenopsis Art könnte lange auf einer Fensterbank existieren. Darum kaufen wir keine Arten, sondern an unsere Wohnverhältnisse angepasste Hybriden der Schmetterlingsorchidee.

Was kaufen wir?

Orchideenzüchtern fiel schnell die lange Blühzeit dieser Gattung auf und sie begannen mit der weißen Phalaenopsis amabilis und weiteren geeigneten Arten unter den verschiedenen Schmetterlingsorchideen zu züchten. Es gelang ihnen bald in vielen Farben und unterschiedlichen Zeichnungen Hybriden zu kreieren, die auf der normalen Fensterbank in grober Borke in Töpfen über Jahre gedeihen und zuverlässig blühen können. Aus empfindlichen Urwald-Epiphyten wurden so fantastische Zimmerpflanzen. Und genau so eine Phalaenopsis Hybride möchte ich Euch empfehlen und ans Herz legen.

Wo nicht?

Es muss wahrlich kein spezialisierter Orchideenladen sein, denn dort kaufen Sammler ein, die sich gezielt auf die Suche nach etwas Besonderem, oft empfindlichen Heikelchen machen. Der Orchideenhandel ist zu teuer und hat zu viele Arten und Sorten, die nicht auf der Fensterbank kultivierbar sind. Das ist für unsere Ansprüche viel zu unübersichtlich.

Hauptsächlich im Winter gehen wir auch bitte nicht zum Discounter an der Ecke. Für diese Art Läden sind Pflanzen ein Nebenprodukt und werden meist unsachgemäß behandelt. Oft stehen sie als Eye-Catcher in der Nähe des zugigen Ausgangs. Winters kann das schon das Todesurteil sein. Wenn wir so eine Orchidee kaufen, dann sind die Knospen der Phalaenopsis schon nach 2 Tagen in der Regel mit Kälteschaden braun und blühen nicht mehr auf. Die Pflanze wird entweder sofort von Schädlingen befallen, oder stellt das Wachstum einfach ein. In der warmen Jahreszeit können wir natürlich auch einmal ein Schnäppchen beim Discounter mitnehmen, wenn es unbedingt in unseren Einkaufswagen hüpfen möchte.

Wo dann bitte?

Gehen wir doch einfach in ein gutes Gartencenter. Woran wir das erkennen? Da wäre als erstes der vernünftige Standort, warm und ohne Zugluft und die Auswahl an unterschiedlichen Orchideen zu nennen. Gibt es an der Tür zum Freigelände den Hinweis: “Zimmerpflanzen bitte nicht mit ins Freie nehmen” und hinter der Kasse genug Papier, um die Orchidee vorsichtig einzupacken und ohne Kälteschaden nach Hause zu bringen, dann sind wir hier richtig. Wer sie als Geschenk besorgt, macht das am besten schon auf dem Weg zum Gastgeber, dann ist die Orchidee nur einmal dem Transportstress ausgesetzt.

Welche Phalaenopsis kaufen wir nicht?

Ich suche mir zuerst meine Wunschfarbe und -größe aus und schaue, ob es mehrere Exemplare der gleichen Sorte gibt. Alles, was infrage kommt, wird nun auf den Prüfstand gestellt. Der Habitus, also Aussehen und Blühstadium der Orchidee müssen makellos und knospig sein. Sind die Blätter verfärbt, haben sie Flecken, oder gar Ansätze von Schildläusen, dann deutet das auf einen vorherigen Kulturfehler hin und ich lasse die Finger von der oder den Orchideen. Dann prüfe ich, ob die Luftwurzeln silbrig und gesund aussehen. Nein, sie sind eher vertrocknet und braun, dann weg damit. Anschließend schaue ich, wie viele Blütentriebe an einer Pflanze sind. Wenn das alles passt und ich zwei bis drei infrage kommende Töpfe vor mir stehen habe, prüfe ich, wie weit ist die Orchidee aufgeblüht, wie viele Knospen hat sie noch? Sind die Knospen alle saftig und grün? Oder gibt es gar keine Knospen mehr, weil die Phalaenopsis schon ganz aufgeblüht ist, dann will ich sie nicht. Ich möchte sie aufblühen, blühen und verblühen sehen, über viele Woche. Einzelnen Restblüten beim Verblühen zuzusehen, dafür ist mir das Geld zu schade. Solche Pflanzen werden übrigens gerne nach vorne in den Fokus geschoben, weil sie ganz abgeblüht monatelang unverkäuflich werden. Am idealsten ist es immer, wenn ein bis zwei Blüten ihre Farbe zeigen und der Rest knospig ist. Dann kann ich über Monate täglich immer neue Blüten entdecken, die sich öffnen. Leider werden die Orchideen oft unsanft herausgehoben und dann wieder zurückgestellt, dabei können die weichen, empfindlichen Knospentriebe an- oder gar abbrechen. Auch solche Pflanzen, die schon abgebrochene Triebe haben, stelle ich zurück auf den Verkaufstisch.

Welche wird es denn nun?

Es gibt Hybriden in vielen verschiedenen Farbtönen, auch gemustert, von reinweiß, über rosa, pink, rot, lila und dunkelviolett, aber auch gelbe und orangene Blüten existieren. Die Form der Blüten ist immer ähnlich, aber inzwischen variiert die Blütengröße ziemlich heftig zwischen 1.5 cm und 15 cm Durchmesser. Dabei gilt die Regel, je kleiner die Blüten, umso mehr Flor zeigt eine Pflanze. Die großblumigen Grandiflora Hybriden werden häufig zu einem Ring gebogen oder gezwungen, wie ein Wasserfall nach unten zu blühen. Das halte ich für einen überflüssigen Stress, ungekünstelt aufgestabt sind die Riesen auch mit weniger Blüten durchaus attraktiv, wenn man das denn mag. Am verbreitetsten ist die Standardvariante und relativ neu, aber immer beliebter sind die kleinblumigen Multiflora Sorten, die mit Blüten nahezu überschüttet sind. Kultiviert werden sie nahezu gleich. Nur beim Transport sind die kleinblumigen Multiflora mit ihren vielen Knospen besonders vor Kälte zu schützen und noch sorgfältiger einzupacken als es sowieso ratsam ist. Habe ich meine Phalaenopsis endlich gefunden, die ich nicht wegen einem der oben erwähnten Makel zurückstellen muss, dann bin ich zufrieden, und wie man an den folgenden Fotos sieht, habe ich auch viel und lange Freude an diesen sorgfältig ausgewählten Pflanzen.

Welche Ansprüche hat die Phalaenopsis?

Die Phalaenopsis gedeiht an jedem hellen Fenster, ohne direkte starke Sonneneinstrahlung. Auch wenn sich die Epiphyten daran gewöhnt haben in engen Töpfen zu gedeihen, so versuchen sie doch, möglichst schnell ihre Luftwurzeln auch außerhalb des Substrats auszubilden. Auf dem nächsten Foto seht Ihr eine ca. 15 Jahre alte Pflanze, die sich aus dem Topf heraus selbständig gemacht hat. Bitte lasst sie einfach gewähren, schneidet sie nicht ab und versucht nicht, sie in die Borken-Erde zu stopfen. Am besten man berührt diese Luftwurzeln gar nicht, die silbernen Velamen wirken wie ein Schwamm und saugen das geringste Angebot an Feuchtigkeit auf, wenn wir sie anlangen, dann verstopfen wir die Velamen-Poren.

Sobald ein Blütentrieb abgeblüht ist und an der Spitze keine neue Knospenbildung erkennbar ist, schneide ich den Trieb etwa 2 Drittel zurück. Ich schneide 1 Zentimeter über den schlafenden Augen (erkennbar an winzigen Verdickungen am Stiel), damit die Phalaenopsis dort Seitentriebe bildet und schnell erneut blüht. Es macht keinen Sinn, direkt vor der obersten Verdickung zu schneiden, natürlich kommt auch dort ein neuer Seitentrieb, jedoch ist es optisch nicht wünschenswert, dass die Blüten am Ende des Stieles erscheinen, die Gefahr, dass sie versehentlich mit dem Arm abgebrochen werden, ist in dieser Höhe schnell gegeben und wenn sich viele neue Blüten so ganz oben bilden, besteht auch die Gefahr, dass die Orchidee umkippt. Die Borken sind ja nicht so eine schwere Unterlage, wie ein mit Blumenerde, gut gegossener Pflanzentopf. Wenn die Blüte zu lange gedauert hat und der Trieb ausgepowert ist, kann er auch schnell abtrocknen. Diese braun gewordenen Triebe schneide ich so dicht wie möglich am Stamm der Pflanze ab. Sollte sich anstatt eines neuen Blütentriebes eine kleine Pflanze ausbilden, ein sogenanntes “Stresskindel”, so wartet man, bis diese soweit bewurzelt ist, dass man sie abnehmen und einpflanzen kann. Stress heißt, etwas stimmt nicht, also hinterfrage ich den Platz, ob er plötzlich zu sonnig geworden ist, oder ob ich nachlässig mit dem Gießen war, oder gar die Wurzeln im Wasser stehen. Finde ich meinen Fehler, dann fühlt sich die Pflanze sicher bald wieder wohl und spendiert eine neue Runde Blüten.

Alte Phalaenopsis, die aus dem Topf herausgewachsen ist.

Ich pflanze inzwischen ausschließlich direkt in durchsichtige Glasübertöpfe. Unten kommen Hydrokugeln hinein, dann etwas Borke und da platziere ich vorsichtig die Wurzeln so, dass sie an mehreren Stellen direkt am Topf-Rand sind, wo ich sie sehen kann. Sind die Wurzeln saftig grün, ist alles paletti, färben sie sich bräunlich, brauchen sie etwas kalkfreies Wasser (kein Leitungswasser, ideal ist Regenwasser). Das hält gut eine Woche. Alternativ ist es auch möglich, wenn die Orchidee in einem normalen Topf mit Loch kultiviert wird (Standard, so kauft man sie in der Regel), sie einmal wöchentlich aus dem Übertopf und/oder Untersetzer zu nehmen und in einen Kübel mit kalkfreiem Wasser zu stellen. Wenn sich das Substrat vollgesaugt hat, lässt man den Topf so lange in der Spüle stehen, bis das überschüssige Wasser abgelaufen ist. Natürlich kann man das mit mehreren Orchideentöpfen gleichzeitig machen. Bei meiner Methode, direkt in einen Glasübertopf zu pflanzen, geht tauchen nicht. Aber ich kann einen gläsernen Untersetzer unter die Orchidee stellen und sie mit Wasser füllen, damit die Luftfeuchtigkeit für die Phalaenopsis etwas erhöht wird (der direkt bepflanzte Glastopf hat ja kein Loch unten). Tipp: es gibt spezielle Übertöpfe für Orchideen, die Töpfe reichen darin nicht bis zum Boden, so kann nichts passieren, wenn doch mal etwas zu viel gegossen wird. Wer seinen Orchideen in der Blühphase etwas Gutes tun möchte, der spendiert alle 14 Tage ins Gieß- oder Tauchwasser ein wenig Orchideen-Flüssigdünger. Wenn nicht vorhanden, dann normalen Zimmerpflanzendünger in der halben Menge, wie angegeben, benutzen.

Es liest sich jetzt nach einem Riesenaufwand, aber es sind einfach kleine Möglichkeiten, um das Leben für die Aufsitzer-Pflanzen, auch wenn sie züchterisch für unsere beheizten Räume abgehärtet wurden, noch einfacher zu machen, so dass wir lange Jahre daran Freude haben.

Viele machen einfach zu viel mit ihren Orchideen, aber das wollen sie gar nicht. Ein heller, nicht zu sonniger Platz, keine Zugluft, einmal die Woche etwas kalkfreies Wasser, alle 14 Tage im Winterhalbjahr Orchideendünger, das sind Ansprüche, die uns auch erlauben, 8 Tage in Urlaub zu fahren, ohne, dass die Orchidee uns braucht. Welche Zimmer- oder Balkonpflanze bietet uns das außer den Kakteen und Sukkulenten noch?

Der alte und der neue Wintergarten

Mein erster Wintergarten wurde damals direkt auf den roten Klinker der Terrasse aufgesetzt und endete oben am Betonboden des Balkons. Die Balkonmarkise beschattete den Wintergarten, aber vom ersten Stock aus sah man keinen Garten mehr und das Wohnzimmer wurde zusätzlich verdunkelt.

Unserem Hausarzt schien er zu gefallen, als er uns eines Abends zum chinesischen Wok-Essen besuchte. Ich wunderte mich etwas, dass er nach dem Nachtisch den Wintergarten so auffällig inspizierte. Schließlich rückte er mit der Sprache heraus. Er wollte einen Monat später nach Venezuela auswandern und suchte einen Platz für seine Orchideen. Auf seine Orchideen-Freunde war er böse, sie hatten offenbar schon seine Sammlung gedanklich unter sich aufgeteilt, noch bevor er sie ihnen angeboten hatte. Helmut beschloss, mir seine Orchideen- und Bromelien-Sammlung, hauptsächlich Tillandsien, zu schenken. Es war unglaublich, nur einen Abend später befanden sich in meinem Wintergarten ca. 500 Exemplare, fachmännisch gestellt und meistens aufgehängt. In der Ecke war ein Riesenfass mit einer Jet-Pumpe und der Raum duftete ein wenig nach Blüten, ein wenig nach Urwald und ich stand da und bekam den Mund nicht mehr zu. Leider habe ich keine aussagekräftigen Fotos mehr, aber einen kleinen Eindruck vermitteln die alten Bilder oben vielleicht doch.

Als mein Mann so krank wurde, dass er das Bett nicht mehr verlassen konnte und später auch noch mein an Demenz erkrankter Papa zu uns ins Haus zog, verabschiedete ich mich vom Gros meiner Orchideen. Es waren hauptsächlich Natur-Arten, die sehr anspruchsvoll waren. Ich hatte keine Zeit mehr, sie brauchten einfach mehr Zuwendung, als ich ihnen zu dieser Zeit schenken konnte. Ich wollte auch, dass mein Mann vom Bett aus nicht mehr auf die orangegelbe Markise schaute, sondern den Himmel oder ein Stück Garten sah.

Als ich alleine zurückblieb, sanierte ich das Haus energetisch und ließ einen neuen Wintergarten bauen. Diesmal mit Fußbodenheizung, mehr Wohnzimmer als Wintergarten, der Neue endet jetzt unter dem Dach-Ende des Hauses und den Betonbalkon ließ ich “Ratatazong und weg ist der Balkon…” entfernen und gegen einen kleinen neuen mit Glasboden austauschen. Ich habe keine 500 Orchideen mehr und schon gar keine aufwendigen Arten, aber die Phalaenopsis, die ich nach wie vor pflege, erinnern mich immer an den Moment, wo sich mein alter Wintergarten über Nacht in einen Dschungel verwandelte. Es gibt eben für alles seine Zeit. Für meine Dauerblüher, die so wenige Ansprüche stellen, werde ich hoffentlich noch ein paar Jahre Zeit und Muße haben und kann sie nicht nur Anfängern in Sachen Orchideen ans Herz legen.

Solltet Ihr schon Meister in Sachen Phalaenopsis sein und wollt Euch an andere Orchideen-Gattungen wagen, dann lasst es mich in Eurer Antwort wissen. Ich stelle Euch gerne eine Auswahl zusammen, die Ihr ebenfalls erfolgreich am Fensterbrett kultivieren könnt.

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12 Kommentare

  • Johanna sagt:

    Danke für die schöne Anleitung. Tatsächlich habe ich etliche Phalaenopsis und viel Freude daran. Die Minisorten wachsen in einem leeren Aquarium, das ist zum Pflanzenbecken umgestaltet habe. So haben sie Licht von oben und einen zugluftfreien Raum. Die großen stehen an den Nordfenstern auf der Fensterbank, tatsächlich über der Heizung. Aber auch die blühen und gedeihen. Über die Zeit, wo sie nicht blühen, steckt eine gut gemachte Seiden-Kunstblütenrispe im Topf.

  • Marie Christine Wyrsch sagt:

    Liebe Renate, dieser Beitrag kam für mich wie bestellt. Obwohl ich nur eine einzige, weiße Phalaenopsis besitze, liegt mir sehr daran, die zu erhalten. Ich habe sie vor drei Jahren gekauft, beim Kauf alles beachtet, was du empfiehlst und konnte mich drei volle Monate an den schönen, weißen Blüten erfreuen. Ich hatte schon öfter die “normalen” weißen Orchideen, manchmal haben sie überlebt, einige blühten dann auch noch mal. Aber das wars dann auch. Diese neue blühte im Folgejahr nicht. Aber ihre Blätter waren erstaunlich frisch und sattgrün und die Luftwurzeln sahen silbern und kerngesund aus. Und sie störte auf der Fensterbank nicht. Ich ließ sie stehen, goss sie selten und habe sie die meiste Zeit vergessen. Im vergangenen Mai fing sie an, einen Blütentrieb zu schieben und drohte, aus ihrem sehr kleinen Topf heraus zu kippen. Da ich wieder mal keine Zeit hatte, habe ich die Wurzeln im Topf mit einem Glas Paperweight beschwert. Und staunte, dass sie weiter wuchs und war begeistert, als sie über drei Monate lang blühte mit makellosen weißen Blüten. Gerade pausiert sie wieder. Sie hat verdient, dass ich sie weiter pflege. Jetzt werde ich mal Ausschau halten nach diesen Glastöpfen und sie umziehen lassen. Vielen Dank für diesen guten, hilfreichen Artikel.

    • Wurzerl sagt:

      Sehr gerne liebe Marie Christine, ich habe mir übrigens einen zwar klaren, aber mit Längsrillen gemusterten Glastopf gekauft, in normaler Übertopfgröße. Es gibt inzwischen richtig große, hohe Glasgefäße für Vandeen, die auch mal bis zu 1 m lange Wurzeln haben und reine Epiphyten sind, die kommen da auch hängend ohne Substrat rein. Den gemusterten Übertopf habe ich bevorzugt, damit man keine Kalkflecken sieht. Wichtig ist, dass das Glas nicht zu milchig ist, damit man eben ein Teil Wurzeln sehen kann. LG Wurzerl

  • Katja Schroth sagt:

    Liebe Renate,
    vielen Dank für diesen schönen Beitrag.
    Ich sehe, bei meinen Orchis ist noch Luft nach oben. 😊
    Ich suche noch nach dem perfekten Topf da ich mit der handelsüblichen Version (Rinde+Orchiübertopf) nicht so richtig glücklich bin. Vor allem im Winter.. aber den Sommer auf dem Ostbalkon finden sie schon mal super!
    Liebe Grüße, Katja

    • Wurzerl sagt:

      Was ist bei Dir ein handelsüblicher Orchiübertopf? Ich kenne sie einfach in einen Plastiktopf gepflanzt, bei Glück in reiner Borke. LG Wurzerl

  • Dr. Claudia Hilzensauer sagt:

    Der Artikel war sehr interessant. Ich würde sehr gerne mehr über Orchideen lesen. Vielen Dank für die wertvollen Informationen.
    Herzliche Grüße
    Claudia Hilzensauer

    • Wurzerl sagt:

      Es freut mich sehr, dass die Infos interessant für Dich waren liebe Claudia. Gerne werde ich weitere Gattungen aus der riesigen, evolutionsmäßig noch sehr jungen Pflanzenfamilie vorstellen. Aber ich muss um etwas Geduld bitten. Ich arbeite internetmäßig viel zu akribisch und “ausführlich”. Auch wenn ich die infrage kommenden Gattungen oder Arten im Kopf habe, muss ich doch die Fotos zusammensuchen und die “einfachsten und doch schönsten davon selektieren”. Aber wir Gärtner sind ja alle geduldig. In diesem Sinne, einen schönen 1. Advent. LG Wurzerl

  • Meine älteste Phalaenopsis wird nächstes Jahr 20 Jahre alt! Ok, geblüht hat sie nur in ein paar wenigen Jahren, ich muss sie mal wieder düngen.
    VG
    Elke

  • Susanna sagt:

    Wow, was für ein Vertrauen, dir diese ganze Sammlung zu schenken! Ich habe im Haus keinen grünen Daumen und kultiviere eher einfache Pflänzchen.
    Liebe Grüße
    Susanna

  • Nicole Krause sagt:

    Ich bin beeindruckt von diesem wieder so tollen Beitrag. Von Deinem Fachwissen, Deiner Liebe zu den Pflanzen, von Deinem ganzen unermüdlichen Tun und machen, liebe Renate. Mit dieser Liebeserklärung und Anleitung zur Pflege der Orchideen sollte es doch mit ihnen klappen, dankeschön.

    • Wurzerl sagt:

      Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, lg Wurzerl

      • Rosi sagt:

        mea culpa 😉
        ich vernachlässige meine Orchis ..*seufz*
        sie stehen bei mir in der Küche auf der Fensterbank ..nord/ost
        keine Heizung.. im Winter reichlich kühl ..
        und oft bekommen sie 3oder4 Wochen kein Wasser
        wenn ich dann sehe dass Blätter vertrocknen oder schrumpelig werden bekomme ich wieder Gewissensbisse
        gerade habe ich mein Fenster geputzt und dabei auch gleich die Pflanzen versorgt..
        alte Stängel abgeschnitten gegossen .. etwas Dünger gegeben im Moment haben sie Pause eingelegt .. es ist mir erst eine eingegangen und eine Mini..die leiden natürlich am Meisten wenn ich sie vergesse
        ich gelobe Besserung 😉
        (bis der große Garten wieder ruft 😉 )
        adventliche Grüße
        Rosi

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