Im zauberhaften Süden

Der Garten von Petra Steiner in Feldkirchen-Westerham

Begonia semperflorens 'Volumia Rose Bicolor', Garten Petra Steiner
Begonia semperflorens ‘Volumia Rose Bicolor’,

Das erste Mal

Was ich jetzt erzähle liegt sicher 15 Jahre zurück. Keiner mag sich wirklich an das Datum erinnern. Es war der letzte Sonntag im Juni und damit der offizielle “Tag der offenen Gartentür in Bayern”. Mein Gast aus dem Elsass wollte gerne oberbayerische Gärten kennenlernen, also fuhren wir am Morgen los und kamen spät am Abend nach dem Besuch von 8 Gärten in 3 Landkreisen müde und mit viel zu vielen Eindrücken nach Hause. Aber ein Garten blieb uns unvergesslich. Gegen Mittag waren wir in Feldkirchen-Westerham an der Mangfall im bayerischen Alpenvorland angekommen. Der Garten von Petra Steiner war als Barockgarten angekündigt.  Auf einer Wäscheleine vor dem Eingang hingen wunderschöne Garten-Fotos. Menschen, einige mit Tränen in den Augen, verharrten in ratloser Stille vor den großen Bildern. Als wir etwas verständnislos eintraten dachten wir, eine Bombe hätte in den Garten eingeschlagen. Da war nichts mehr – und wenn ich sage nichts, dann meine ich, dass von meterhohen Ramblern noch ein 10 cm Rest aus der Erde schaute und von Buxus-Mauern und -Kugeln noch vereinzelte Blätter am Boden lagen. Es war der schlimmste Hagel seit Ewigkeiten und er hatte sich genau diesen Garten ausgesucht – die Nachbargärten waren im Verhältnis fast glimpflich davongekommen.

Auferstanden aus Ruinen  und immer Neues.

Begonia semperflorens 'Volumia Rose Bicolor', Hortensien und Rosa multiflora 'Chevy Chase' Garten Petra Steiner
Begonia semperflorens ‘Volumia Rose Bicolor’, Hortensien und Rosa multiflora ‘Chevy Chase’

Inzwischen war ich mehrmals im “Zauberhaften Süden” und heute erinnert nichts mehr an dieses verheerende Ereignis. Dafür steigt mein Respekt vor Petra Steiner mit jedem Besuch noch an, denn sie ist unermüdlich damit beschäftigt ihren Traum immer weiter zu verwirklichen. Ich parke gewohnheitsmäßig zwischen dem Wohnhaus und der offenen Holz-Garage und möchte am liebsten den Wagen sofort nach dem Aussteigen umparken. Vor dem Arbeitsraum am Ende der Garage und die ganze lange Hausfront entlang sind nämlich spontan attraktive Topfgärten entstanden. Aber Petra lacht mir fröhlich entgegen, also lasse ich den Wagen einfach “mitten im neuen Vor-Garten” stehen.

Plectranthus parviflorus 'Limplep 1', Garten Petra Steiner
Plectranthus parviflorus ‘Limplep 1’

Sie schneidet gerade einige Blüten der Rose multiflora ‘Chevy Chase’ zum Dekorieren ab. Eigentlich soll die Rose die Garten-Besucher am Eingang um die Ecke begrüßen, aber selbstverständlich lässt es sich der Rosen-Liebling nicht nehmen auf beiden Hausseiten nach dem Rechten zu sehen. Rosen sind neugierig! Begonien (Begonia semperflorens ‘Volumia Rose Bicolor’) und der Mottenkönig (Plectranthus parviflorus ‘Limplep 1’) dürfen zusammen mit zwei Hortensien die wunderschöne Tischdekoration ummalen.

Hausfront Garten Petra Steiner
Die Hausfront ist erblüht.

Gegenüber die Wohnhaus-Seite verblüfft mich dann noch mehr. Die mediterranen Säulen am Eingang kenne ich, aber es war eine “normale” Hausfront mit 2 Eingängen und natürlich auf den beiden oberen Holzbalkonen  die für Oberbayern typischen Balkonkästen mit Pelargonien. Jetzt mutet es an, als wäre da plötzlich ein Vorgarten aus dem Boden gewachsen. Geschickt sind die Pflanzen manchmal bis hinter zur Hauswand platziert, oder es gibt eine kleine Insel, in die nur Hosta-Töpfe gestellt wurden. Kletter-Rosen bäumen sich auf und eigentlich könnte man jetzt schon heimfahren, so viel Neues gibt es allein schon hier vorne zu sehen. Aber das mache ich natürlich nicht, ich gehe auf das Gartentor zu. Der “Zauberhafte Süden” ruft!

Der Eingang in den Garten und die obere Terrasse

Der Brunnen neben dem Garten-Eingang ist total von der ihn völlig überbordenden Rose ‘Perennial Blue’ verschluckt worden. Eine kleine weiße Rose drängt sich einfach durch die Rückseite der schönen Holzbank, damit ihr ja nichts auskommt. Habe ich schon erwähnt, dass Rosen neugierig sind? Besonders gut gefallen mir die Töpfe neben der Bank, sowohl das rote Gras, als auch die Hortensie (Hydrangea ‘Deep Purple’) spiegeln die Farbe der Rosen ‘Perennial Blue’ und ‘Centifolia Tour de Malakoff’ wieder.

Die Lakritz-Strohblume (Helichrysum petiolare) bringt das Hortensien-Blau noch mehr zum Leuchten. Steht man unmittelbar vor dem Brunnen, dann kann man nicht nur diesen besser sehen, man erkennt auch noch die Rest-Blüte vom Rhododendron ‘Hachmann’s Feuerschein’.  

Auf das Schild “Naturgarten” am Tor ist Familie Steiner zu recht stolz. Bereits im November 2019 wurde der “Zauberhafte Süden” als einer der ersten Gärten im Landkreis Rosenheim als Naturgarten zertifiziert.

An der Seitenwand mit der Rose ‘Rosemarie Viaud’, die eifersüchtig einen der tollen türkisfarbenen Fensterläden verdeckt, damit man ihre grau-lila gefüllten Blüten besser bestaunen kann, vermag ich mich gar nicht satt zu sehen. Petra schätzt sowohl den späten Blühbeginn dieser Rose, als auch das für Rambler oft typische Fehlen der Stacheln. Die edle, silbergraue Holz-Verkleidung lässt mich ein besonderes Material vermuten, aber es ist einfache unbehandelte Fichte. Holz spielt bei Familie Steiner eine große Rolle, denn hier ist eine Schreinerei ansässig. Die Fichte hat nun die rühmliche Aufgabe übernommen, die grau-lila Blüten der ‘Rosemarie Viaud’ so dezent zu umrahmen, dass das pralle Rot der Rosa multiflora ‘Chevy Chase’ diesen Ton noch erhöht. Dank dem schönen Holz-Ton wirkt dieser spannende, ungewöhnliche Farb-Mix wie völlig selbstverständlich.

Barocker Brunnen mit Katzenminze 'Walkers Low', Pelargonium 'Angel Eyes Orange', Obere Terrasse Garten Petra Steiner
Barocker Brunnen mit Katzenminze ‘Walkers Low’, Pelargonium ‘Angel Eyes Orange’, Obere Terrasse

Kaum habe ich den Garten betreten, plätschert es schon wieder. Ein opulenter Barockbrunnen markiert den Zugang zur oberen Terrasse. Immer wieder begegnet einem Wasser in allen denkbaren Erscheinungsformen im Garten. Auch die beiden Spitze Felix und Willi (Mittel- und Zwergspitz) sind in jeder Garten-Ecke präsent und wollen gerne mit aufs Bild. Strolchi, der Kleinste von insgesamt drei Wauzis, hat wie in dem allerliebsten Disneyfilm “Susi und Strolchi” die Hosen an und ist der Chef der kleinen Rasselbande. Seiner Wichtigkeit bewusst hält er sich etwas abseits.

Das Haus ist an einen Hang gebaut und der Garten darf sich von oben einige Meter nach unten verlagern und dort dann großzügig ausbreiten. Es erwarten mich jetzt 2000 qm mediterrane Eleganz, gepaart mit ländlichem Charme.  Gezähmter, strenger Form-Schnitt trifft auf informelle Natürlichkeit. Bereits auf der oberen Terrasse ahnt man an den verschiedenen Sicht-Achsen über den Garten hinweg in die Landschaft, wie liebevoll und gut durchdacht die 10 Gartenzimmer durchgestaltet wurden, in die ich jetzt einlade, mich weiter zu begleiten.

Mein Spaziergang beginnt im Obstgarten. Schon da muss ich genau hinschauen, dass ich die Lichtnelke (Lychnis chalcedonica ‘Carnea’) entdecke und die Nelkenwurz (Geum ‘Golfball’) nicht übersehe. Bei der Vielfalt an niedrigen Stauden fühlt man sich gar nicht wirklich wie in einem Obstgarten, gerade weil “die Musik” (Obstbäume und Rosen) hauptsächlich im “1. Stock” spielt.

Dryopteris erythrosora var. prolifica, Rotschleierfarn im Garten Petra Steiner
Dryopteris erythrosora var. prolifica, Rotschleierfarn

Der Obstgarten ist mit mehreren lauschigen Sitzplätzen und dem Viktorianischen Gewächshaus der Hauptbereich der oberen Terrasse. Eigentlich würde man dieses Areal nicht wirklich als Obstgarten ansehen, es blüht und gedeiht wie überall im Garten. Geschickt hat Petra 2 Apfelbäume im “Ballerina”-Habitus gepflanzt, die Reineclauden sind über ein Gestell als Bogen gezogen, 2 Pflaumen als Spalierobst, 1 französisches Apfelspalier und eine Säulen-Pflaume bilden den weiteren Inhalt der “Obstschale”! 3 Felsenbirnen, 1 Sanddorn und 1 Kornelkirsche mit Wildobst-Charakter vervollständigen das Angebot, bei dem die Vögel natürlich nicht “totgeteilt” werden.

Rosa 'Ghislaine de Feligonde neben Apfelspalier im Garten Petra Steiner
Rosa ‘Ghislaine de Feligonde neben Apfelspalier

Gleich neben dem Apfelspalier mit Lavendel-Unterpflanzung blüht die Rose ‘Ghislaine de Feligonde’ an einer Steinwand, die als Sichtschutz dient. In einer olivgrünen “Anduze”-Vase hat sich zum panaschierten Neuseeländer Flachs (Phormium) und der Mühlenbeckie ein roséfarbenes “Fleißiges Lieschen” gesellt. Als ich auf dem Beistelltisch erneut eine Geranie (Pelargonium ‘Angel Eyes’) diesmal in rosa sehe, im Eingangsbereich steht die gleiche in orange, fällt mir ein, dass Petra mir erzählte, dass sie jährlich die Deko-Topfbepflanzungen wechselt, aber dabei immer in einer Gattung bleibt. 2020 ist also das Pelargonien-Jahr!

Die Rosen ‘A Shropshire Lady’, ‘Moonlight’ und ‘Gebrüder Grimm’, sowie der Storchschnabel (Geranium psilostemon ‘Patricia’) rahmen ein kleines Putten-Pärchen ein. Daneben ist die Rose ‘Golden Gate’ zu sehen.  

Viktorianisches Gewächshaus im Garten Petra Steiner
Aufgang zum viktorianischen Gewächshaus

Das viktorianische Glashaus ist ein wichtiger Bestandteil des Obstgartens. Mindestens genauso sehenswert wie das Gewächshaus ist meines Erachtens aber der Aufgang dazu. Um die beiden Stil-Elemente von viktorianischem Herrenhaus und toskanischer Villa harmonisch zu vereinen, hat Petra zum “Spiegeltrick” gegriffen! Hufeisenförmig sind um die beiden Säulen, die den Abschluss der Stein-Balustrade bilden, Spiegel-Beete angelegt worden. Vor dem Aufgang wachsen synchron: Hortensie (Hydrangea paniculata), Kaukasus-Fetthenne (Sedum spurium) und Spornblume (Centranthus ruber ‘Alba’). Auf der ersten Stufe stehen in Terrakotta-Töpfen zwei blaue Eukalyptus (Eucalyptus gunnii) und hinter der Balustrade leuchtet die gelbe Nelkenwurz (Geum ‘Goldball’) auf. Petra hat eine Schwäche für Geum und bedauert, dass diese Gattung mit lange und gesund blühenden Arten bisher so wenig Beachtung in den Gärten findet. Weiß blühende, hoch gezogene Buddlejas und mit Schnitt in Form gebrachte Immergrüne spiegeln sich ebenfalls rechts und links. Eine als Hochstamm aufgeastete Kornelkirsche (Cornus mas) und Steinnelken (Dianthus ‘Landnelke’) bilden einen attraktiven Hingucker im Rondell als Mittelpunkt.

Eine der vielen Rosen im Obstgarten ist die Rose ‘Apfelblüte’. Der Name ist Programm! Petra Steiner schätzt aber nicht nur die hübschen Blüten, sondern auch die attraktiven Hagebutten dieser Rose. Auch eine Pfingstrose (Paeonia lactiflora ‘Nymphe’) ist im Randbereich zu finden. Ich denke, die Anzahl “150” für Rosen, Hortensien und Paeonien dürfte wohl zutreffen, obwohl Petra keine ausgesprochene Gattungs-Sammlerin ist. Dazu hat sie ein viel zu breit gefächertes “Haben-möchte”-Syndrom, das die meisten Gärtner/innen nur zu gut kennen. Deutlich sichtbar ist das wieder an der Abtrennung der beiden Obstgarten-Teile, wo es nur so von verschiedenen Stauden und Halbsträuchern wuselt. Der Buchs sorgt auch hier für ein wenig “Ordnung”.

Vom “Secret Garden” über die “Mondschein-Allee” zum “Goldenen Garten”

Die geheime Tür am 'Secret Garden', Garten Petra Steiner
Die geheime Tür am ‘Secret Garden’

‘That’s the way to my secret garden. Open the tiny door and you will find the entrance to Alice in Wonderland.’

Eine geheimnisvolle, wunderschöne alte Holztür mit einem kleinen Kies-Pfad davor weckt imaginäre Träume. Der Hartriegel (Cornus ‘Milky Way’) und die weiße Spornblume (Centranthus ruber ‘Alba’) stimmen auf die “Mondschein-Allee” ein. Im Vordergrund ist ein zarter Storchschnabel (Geranium sanguineum ‘Apfelblüte’) gepflanzt, Petra liebt offenbar Apfelblüten in allen vorkommenden Gattungen.

Sehr besonders ist die Stimmung in der Mondschein-Allee. Erreicht wird diese Wirkung durch die Beschränkung auf die Farben weiß (Kalimeris, Aruncus, Paeonia, Epilobium, Hydrangea) blau (Iris, Campanula, Phlox, Hibiscus) und der Zauberfarbe silber (Artemisia, Stachys, Festuca, Helictotrichon). Das Silber wird mit Pyrus salicifolia ‘Pendula’ fünf mal verschwenderisch nach rechts und links in die Allee geworfen und prägt damit schon nach kurzer Zeit diesen Gartenteil.

Ein optisches Kontrastprogramm kündigt sich schon im Eingangsbereich zum “Goldenen Garten” an. Zwei Rosen ‘Ghislaine de Feligonde’ tanzen übermütig auf den gelben Stein-Amphoren herum. Die Säulen werden unten vom japanischen Waldgras (Hakonechloa macra ‘Aureola’) umspielt. Hier liegt ein Schwerpunkt auf gelben Blüten und Blättern. An der Seite der Bank leuchtet der blaue Spätnachmittags-Himmel der Katzenminze (Nepeta ‘Walker’s Low’) mit dem Abendrot des Sonnenröschens (Helianthemum ‘Orange Double’) um die Wette.

Mitten im “Goldenen Garten” befindet sich ein Beet, das mich sehr an einen englischen Knotengarten erinnert. Verwendet wurden dafür Cotoneaster dammeri ‘Coral Beauty’, Thuja ‘Danica Daniela’ und zum Thema “gelb” passend Chamaecyparis pisifera ‘Filifera Aurea Nana’. Die Zwischenräume füllt Lavendel. Das Taxus-Topiary als Mittelpunkt hat Petra selber gezogen und in Form geschnitten. Sie schneidet viel und gerne, weiß aber auch die Vorteile eines natürlichen Habitus zu schätzen, wie man an den beiden Eiben im Hintergrund sehen kann.

Philadelphus 'Belle Etoile', Pfeifenstrauch im Garten Petra Steiner
Philadelphus ‘Belle Etoile’, Pfeifenstrauch

Mit besonderer Freude entdecke ich in diesem Gartenteil meinen absoluten Lieblings-Pfeifenstrauch (Philadelphus ‘Belle Etoile’). Er hat nicht nur riesige ungefüllte Blüten, diese haben auch einen umwerfenden, wunderbaren Duft.

Vom Insel-Garten zum Laubengang

Der Durchgang vom “Goldenen Garten” führt unmittelbar in einen relativ großen und breiten Gartenraum im unteren Garten, dessen Ende vom Umriss von Petras Laube und einigen “Nadel-Raketen” markiert wird. Hier erinnert nichts mehr daran, dass das alles vor zwei Jahrzehnten noch eine ungenutzte Viehweide war. Petra nennt ihren Insel-Garten gerne auch “Kiesgrube”. Die Humusschicht beträgt hier oft nur 10 cm und das Wasser wird als “durchlaufender Posten” betrachtet. Nein, ansehen kann man das dem Insel-Garten tatsächlich nicht. Natürlich muss man auf so einem schwierigen Terrain auch Lehrgeld bezahlen. So ist im Insel-Beet der ursprüngliche Heide-Garten auf einige Fragmente geschrumpft – zuviel Kalk! Die Ericaceaen haben Platz für Gräser gemacht. Rechts wäre es schon etwas schattig, würde sich nicht eine Welle aus blauer Katzenminze (Nepeta Walker’s Low) auf den Rasenweg ergießen. Die Kugel aus Gold-Eibe und ein Thuja-Topiary setzen in diesem Beet den Kontrapunkt. Die Rose darüber ist ‘Christine Helene’, im verschmälerten Beet nach hinten gedeihen die Hortensien ‘Vanille Fraise’ und ‘White Lady’. Der schwarzlaubige Holunder (Sambucus niger) bringt Ruhe in das schön mäandernde Beet.

Verschiedene Gräser wie das Plattähren-Gras (Chasmanthium latifolium), Seggen (Carex grayi, Carex ‘Frosted Curles’ ), oder das Mahagoni-Gras (Ucinia rubra) unterstützen ein Zwerg-Zirbe bei der Struktur-Bildung im Insel-Beet. Die Samen-Stände vom Zierlauch (Allium ‘Globemaster’) und die blauen Blüten der Ochsenzunge, Mutterkraut, Borretsch und Grasnelken unterstützen die Wellen des aufschäumenden Wiesen-Geraniums (Geranium pratense) dabei, ein lebendiges Pflanz-Bild darzustellen.

Auf der Schatten-Seite ist nicht nur ein viel frequentiertes Vogel-Futterhaus, das vom Brandkraut (Phlomis russeliana) umlagert wird, es findet sich dort auch eine von mehreren attraktiven Holzkonstruktionen, die nicht nur ausgesprochen schön und dekorativ sind, sondern auch gleichzeitig einen sehr nützlichen Wert für viele kleine Garten-Bewohner bringt.

Durch den Laubengang in den parallel verlaufenden Schatten-Garten

Der Rosen-Laubengang und die Putten der Vier-Jahreszeiten, Garten Petra Steiner
Blick zum Lauben-Gang mit den Putten der vier Jahres-Zeiten

Das Rondell im Vordergrund strukturiert den Wege-Verlauf. Links geht es in den Insel-Garten zurück, rechts kommt man in den Schatten-Bereich und zum “dunklen Gang”, aber mich lockt die vor mir liegende Sicht-Achse, geradeaus direkt in den Laubengang zu den Vier-Jahreszeiten-Putti zu gehen. Der Gang wird vielfach von verschiedenen Rosen umarmt: Rosa ‘Excelsa’, ‘Constance Spry’, ‘Geschwind’s Nordlandrose’, ‘Kir Royal’, ‘Lykkefund’, ‘Christine Helene’, ‘American Pillar’, ‘Canina Crème’ und ‘Pink Swany’.

Jede einzelne Putte hier kann viel erzählen. Petra überträgt die Jahreszeiten gerne auf die Lebensphasen eines Menschen. Sie liebt diesen Platz, als Freundin der italienischen Kunst, Kultur und Lebensart kann sie sich hier auch wie in einen toskanischen Villen-Garten versetzt fühlen. Hüfthohe Hecken aus Thuja ‘Brabant’ schaffen etwas Ordnung in diesem “Dolce Vita”.

eine der vielen Wasserstellen im Garten Petra Steiner

Die Nachmittagssonne verzaubert inzwischen jedes Detail im Garten. Aus einem einfachen Wasserspiel wird eine “Diamanten”-Fontäne. Der hell durchscheinende Farn beginnt zu leben. Ich bin weit nach vorne gelaufen und eigentlich ist das Licht viel zu schön, um in den Schattenbereich zu gehen.

Im Schattengarten leuchten die Endless-Summer-Hortensien aus dem lichten Gehölzrand. Die Stumpery ist mit exquisiten Farnen klein aber fein bestückt. Pfauenrad- Perl- Hirschzungen- Trichter- und Rotschleierfarn, begleitet von weißen Astilben dazwischen und der Mühlenbeckia im Vordergrund, bilden einen ruhigen und dennoch besonderen Anblick.

Auch hier steht ein schöner, gliedernder Aufbau, der wie ein Sideboard wirkt und wunderschön dezent mit großblütigen Fuchsien dekoriert ist. Von der Seite schützt Spireaea japonica ‘Albiflora’ diesen Rückzugs-Ort für Amphibien und Insekten und verstärkt noch das romantische Ambiente.

Quergang zu Petras Laube, Garten Petra Steiner
Quer-Durchgang zu Petras Laube

Einen weiteren Quer-Durchgang benutze ich, um vom Schatten-Bereich, für den hier ein Kugel-Ahorn verantwortlich ist, zurück in die Sonne und zu Petras Laube zu gelangen, die bereits schemenhaft erkennbar ist. Im Schatten findet sich häufig Impatiens als Topf-Bepflanzung. Euphorbia amygdaloides umschmeichelt die Vasen-Podeste.

Von Petras Laube über den Knoten-Garten zum weißen Teichgarten

Petra liebt “ihre” Laube schon darum besonders, weil ihr Mann sie als Geschenk für sie gebaut hat. Natürlich gibt es auch hier wohltuende Wasser-Geräusche zu hören, die nicht selten von einem der ca. 30 verschiedenen Vogel-Arten im Garten übertönt werden. Verschiedene Rosen, z.B. ‘Himmelsauge’ oder ‘Dentelle de Malines’ zeigen sich in den Lauben-Bögen. Die Clematis ‘Comtesse de Bouchaud’ lässt es sich nicht nehmen, vorwitzig um die Säulen-Ecke herum in die Laube hineinzuspitzen.

Das Brunnen-Rondell wird von Cotoneaster dammeri ‘Coral Beauty’ eingefasst, für Petra die beste Buchs-Ersatzpflanze. Ich würde sagen, für diese Rondell-Situation die eindeutig beste Wahl, da Buchs zwar wunderbar zu schneiden, aber doch viel starrer als ein Cotoneaster-Trieb ist.

Der Knotengarten, Knot Garden, Garten Petra Steiner
Am Knoten-Garten

Sehr beeindruckend ist im folgenden, hintersten Teil, dem Hortensien-Garten, ein weiterer Knotengarten. Er ist einem englischen ‘Knot Garden’ nachempfunden, aber mit dem unbekümmerten Gespür von Petra in den Zwischenräumen aufgelockert bepflanzt worden. Das satte Eiben-Grün des Knotens wird mit silberlaubigen Lichtpunkten von Hebe und Lavendel aufgehellt, was die Wirkung der “Widder”-Vase noch hebt. Der Innenbereich, hier noch mit Allium nigrum belebt, hüllt die Vase einen Monat später in eine hellblaue Bergminzen-Wolke ein. (Calamintha nepeta ‘Blue Cloud’)

Vom Knoten-Garten gehe ich an der “Schönen Helena” vorbei, die sich mit der englischen Rose ‘Constance Spry’ schmückt, zum weißen Teich-Garten. Von der anderen Seite grüßt die Rose ‘Rhapsody in Blue’. An der Spiegel-Wand erkennt man wieder das gestalterisch, meisterhafte Gespür von Petra Steiner. Im “weißen Garten” würde sich natürlich weiß-grün panaschierter Efeu anbieten, aber wie viel edler wirkt doch die Spiegel-Umrahmung mit den schlichten dunkelgrünen Blättern, die nicht nur die Lobelien ins beste Licht setzen, sondern auch gleich noch die beiden weißen Spitze im Spiegel toll zur Geltung bringen. Hier ist das Ende des unteren Garten-Bereichs. Von dort führt eine Treppe hinauf in den Oberen Terrassen-Bereich, wo die Weinlaube des Hausherrn dann das entgegengesetzte Ende zum Obstgarten auf der anderen Seite bildet.

Die Weinlaube des Hausherrn – der Bachlauf weist den Weg zurück zum Ausgang

Teich mit Aufgang zur Weinlaube, Garten Petra Steiner
Teich mit Aufgang zur Weinlaube

Dort oben erwartet mich nicht nur ein kühles Erfrischungsgetränk, nein auch eine wunderbare Aussicht, auf weite Teile des unteren Gartens, die von der späten Nachmittagssonne umgarnt werden.

Der Aufgang zur Wein umrankten Laube ist sehr harmonisch in das hier sehr schwierige Terrain eingepasst worden. Mit großen Felsen wurde der Steil-Hang hinter dem großen Teich befestigt und fügt sich als gekonnter Übergang zweier komplett konträrer Gestaltungs-Elemente ein. Die Rose ‘Guirlande d’Amour’ spielt die Rolle des Weichzeichners. Großartig ist von oben der Blick über weite Teile des unteren Gartens. Der Teich mit seinem ruhigen Oliv-Grün fängt gerade noch die letzten Sonnenstrahlen ein, bevor sich der Abendschatten auch über diesen Garten-Teil legt. Im Teich leben Molche, Frösche, Ringelnattern und natürlich der Goldfisch Fritz!

Erst seit 2019 gibt es auf der anderen Seite des Treppen-Aufgangs, sehr zur Freude vor allem der Ringelnattern, diesen Bachlauf. Gestaltet wurde er mit 3 kleineren, mit leichtem Höhengefälle hintereinander verbauten Becken. Einen Tipp dazu von Petra und mir für Alle, die so etwas in der Art auch für ihren Garten planen. Mir war aufgefallen, dass trotz der Schrägen nicht wie in meinem Garten immer wieder die Teichfolie im Bachbett zum Vorschein kommt, was unweigerlich passiert, sobald ein Randstein ins Rollen kommt. Es gibt inzwischen Teich-Folie, die mit Kieseln beschichtet ist und wir raten Beide dringend, eine solche zu verwenden, es lohnt sich wirklich.

Das kurze gekieste Weg-Stück vor der Treppe beherbergt kleine besondere Schätze wie die Hebe ‘Blue Haze’. Als ich Petra frage, ob die großen Blätter in dem Fließgewässer tatsächlich zu einer Seerose gehören, da stutzt sie erst und meint dann lachend: “Wurscht, wenn’s geht!”

Es ist spät geworden und ich bin wieder im unteren, vorderen Bereich angelangt, wo es ebenfalls Treppenstufen zur oberen Terrasse und zum Obstgarten, oder wie leider in meinem Fall zum Ausgang zurück gibt. Schon von der Weinlaube aus habe ich den blauen Agapanthus entdeckt und dahinter flirrt ein weiß-rosa Blütenmeer im Spät-Licht. Es sind Hortensien ‘Pink Annabelle’ sehe ich beim Näherkommen, mit Rosen der Sorte ‘Satina’ und Spornblumen in weiß und rot zusammen, ergibt sich dieser riesige rosa Wattebausch. Nach ein paar Stufen bin ich wieder auf der oberen Terrasse angekommen. Hier habe ich das letzte Foto gemacht – einfach die Kamera auf die Weg-Quader und das Sedum album gerichtet. “Auch die kleinsten Details sind hier nicht nur groß gedacht – sondern auch so gemacht” denke ich so für mich.

Sedum album Garten Petra Steiner
Sedum album

Mediterraner Barock oder Englischer Cottage Garten – das ist hier die Frage?!

Ich bin am Ende meines Rundganges angekommen und versuche den Stil-Mixed von mediterranem Barockgarten und englischem, informellen Cottage Garden unter einen Hut zu bekommen. Meine Interpretation – was Petra da geschaffen hat, das passt in keine vorhandene Schublade.

Ich stehe hier in einem “Oberbayerischen Rokoko-Garten”!

Petra hat ihn in ihrer Bodenständigkeit unbewusst selber erfunden und “zauberhafter Süden” genannt. Den Begriff leite ich von den “Bayerischen Rokoko-Kirchen” ab, der (Achtung Ironie!) uns Deutschen so sehr geläufig ist, dass wir das Buch eines der bedeutendsten amerikanischen Architektur-Theoretikers Karsten Harries “Die bayerische Rokoko-Kirche” erst einmal aus dem Englischen ins Deutsche übersetzen mussten, um zu erfahren, was man darunter zu verstehen hat. Die Elemente des bayerischen Rokoko sind in der Ornamentik ein Zusammenspiel des seinerzeitigen italienischen und französischen Stils. Dazu kommt eine spezielle Leichtigkeit und Heiterkeit die im westlichen Oberbayern opulent theatralisch (z.B. in der Wallfahrtskirche Füssen, oder der klassischen bayerischen Rokoko-Kirche schlechthin, der “Wieskirche”) im östlichen Oberbayern dagegen etwas leichtfüßiger und mit einem Augenzwinkern demonstriert wird.

In Rott am Inn findet man schöne Beispiele für diese “bayrisch verschmitzte” Ausstrahlung. Da hängt dann schon mal das feiste “Boanderl” einer Putte aus dem Rahmen eines gemalten Bildes und wird dann halt mit Stuck plastisch fertig gearbeitet. Ein anderes “Bengerl” hat dem heiligen Nikolaus die Mitra stibitzt und lächelt damit verschmitzt in den Altarraum.

So und jetzt gehen wir aber ganz schnell aus der Rotter Rokoko-Kirche hinaus und in den oberbayerischen Rokoko-Garten von Petra zurück. Denn auch sie hat für die virtuellen Besucher ihres Gartens auf meiner Website ein kleines Video hinterlassen. Viel Spaß damit!

Garten “Zauberhafter SüdenPetra Steiner

PLZ 83620 Feldkirchen-Westerham, Miesbacherstr. 25, 2000 qm, “Traumhafter Garten, mediterraner Stil, mit klassischen, informellen Elementen des englischen Cottage Gartens, verschiedene Themengärten”, Email: info@zauberhafter-sueden.de

Gartenbesuche für Gruppen ab 20 Personen, 4 Euro je Besucher, Kinder bis 16 J.frei, keine Hunde, bedingt behindertengerecht, Gartentoilette und Busparkplatz vorhanden.

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29 Kommentare

  • Christa schroth sagt:

    Der Garten von Petra steht schon gaaanz lange auf meiner Wunsch.besuchsliste. So schön und zauberhaft.

    • Wurzerl sagt:

      Ich wollte ja eigentlich dieses Jahr ein kleines “Traumgärtner-Treffen” mit FB-Freunden zusätzlich zu den Traumgarten-Reisen machen. Da stand der “Zauberhafte Süden” als Besuchs-Punkt schon fest. Es kommen auch wieder andere Zeiten, dann holen wir alles nach und freuen uns doppelt liebe Christa.
      Ich wünsche Dir einen schönen Tag.
      Wurzerl

  • Ludmila Karczewski sagt:

    Das ist wirklich ein zauberhaften Garten! Ich bin begeistert.

  • Barbara Kramer sagt:

    Ein ganz und gar wunderbarer Garten und ich freue mich immer noch, ihn besucht zu haben. Dein schöner Bericht setzt dem nochmal das Sahnehäubchen auf.

    • Wurzerl sagt:

      Liebe Barbara, bin ja heilfroh, dass das Sahne-Häubchen mit meinem langen Geschwafel nicht sauer geworden ist, aber ich habe es halt nicht so mit dem “Durchrennen” mit Scheuklappen.
      Wünsche Dir noch eine schöne Restwoche
      Renate
      P.S. Hast Du übrigens die Verlosung des Wabi Sabi Buches entdeckt – ich glaub das wär auch was für Dich? Bis Sonntag Mittag ist die Verlosung noch offen.

  • Elfriede sagt:

    Vor zwei Jahren durfte ich diesen wunderbaren Garten im heissen August bewundern.Jetzt habe ich gesehen, dass das Reisebüro im Mai 2021 eine Reise zu den Gartentage in Freising und dabei auch wieder einen Besuch im zauberhaften Süden geplant hat. Ich hoffe,dass die Reise zustande kommt, denn dann möchte ich dabeisein. Es wäre eine große Freude für mich, da nochmals durchspazieren zu dürfen.

    • Wurzerl sagt:

      Liebe Elfriede, da drücke ich Dir alle Daumen, dass das klappt. Du hast ja vielleicht schon in meiner Garten-Reportage gesehen, wie viel sich allein in den beiden letzten Jahren verändert hat. Es ist jedes Mal wieder spannend, Petra zu besuchen, man sieht niemals zweimal den gleichen Garten, trotz der dominanten Gestaltungs-Vorgaben. Auch das schätze ich sehr.
      Ich wünsche Dir eine schöne Rest-Woche
      Wurzerl

    • Wurzerl sagt:

      Ach ja liebe Elfriede, der Ulmer-Verlag liefert natürlich auch nach Österreich und andere Nachbarländer, Du kannst gerne bei der Verlosung meines Lieblings-Buches mitmachen.
      LG Wurzerl

  • Erika Elferink sagt:

    das ist ein wunderschöner Garten mit vielen romantischen Ecken – tollen Bildern und Beschreibungen.

  • Monika Heidorn sagt:

    Ein großartiger Garten, bin restlos begeistert ?

  • Es ist ein aufregend, anregend schöner Garten, von dir ganz wundervoll beschrieben, liebe Renate.

    • Wurzerl sagt:

      Liebe Barbara, ja das hast Du schön beschrieben. Ich freue mich, wenn Dir der Garten gefällt. Hast Du eigentlich die Buchverlosung entdeckt? Es gibt mein Lieblingsbuch Wabi Sabi zu gewinnen. Du kannst noch bis Sonntag teilnehmen, wenn Du möchtest.
      Ich wünsche Dir einen schönen Abend.
      LG Wurzerl

  • Dieser Garten ist ganz nach meinem Geschmack.Ich würde mich sehr freuen,wenn ich nächstes Jahr mit den Traumgärtnern diesen herrlichen Garten besuchen könnte

    • Wurzerl sagt:

      Liebe Hedwig, dieser Garten ist im oberbayerischen Alpenvorland, das Traum-Gärtner-Treffen ist in Nordbayern.Entweder, ich mache aus dem Regional-Treffen Oberbayern ein Ostfriesen-Oberbayern-Treffen und Ihr fahrt nach Bamberg/Wzb. gleich weiter nach Süden. Oder wir organisieren es irgendwie anders. Hinkriegen sollten wir das doch, gelt?!
      Schönen Restabend und liebe Grüße vom
      Wurzerl

  • Renate Klatte sagt:

    Ich bin einfach nur sprachlos. Dieser Garten ist ein absoluter Traum. Vielen Dank für die liebevolle Führung durch diesen Traumgärtnern.
    Liebe Grüße Renate

    • Das Wurzerl sagt:

      Liebe Renate, ich freue mich sehr, dass Dir der Garten gefällt, weiß ich doch, dass Du eine Kennerin und Genießerin bist.
      Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.
      Liebe Grüße
      Wurzerl

  • Liebe Renate,

    was soll ich sagen?!
    Wunderbare Aufnahmen treffen auf noch schönere Wortmalereien … ich bin sehr angetan davon, wie Du meinen Garten und vielleicht auch meine Wenigkeit beschreibst. Ich höre von Dir Dinge, die mir selbst garnicht auffallen und staune darüber, wie andere uns – meinen Garten und mich – sehen.

    Über Geschmack lässt sich ja trefflich streiten (oder besser auch nicht 😉 ich hab halt so vor mich hin gearbeitet und wenn´s mir nicht mehr gefällt, greif ich zum Spaten. Wir haben es ja schließlich mit lebendigen Wesen zu tun, die unserem eigenen Streben zum Trotz unbedingt ihren eigenen Kopf durchsetzen möchten. Oft weiß ich anfangs nicht was am Ende dabei rauskommen wird. Aber ich denke, so geht es uns ja alle nicht wahr?

    Es war mir eine große Freude, Dich durch den Garten zu führen und dabei nett zu plaudern. Dein Pflanzenwissen ist enorm – ich hab scho imma drauf gschaut, dass mir der 3. Pflanzenname hinterm Komma noch einfällt, damit i mi ned vor Dir blamier 🙂
    Und Deine geistreichen Bemerkungen bringen mich zum Staunen. Die arbeitsreichen letzten Wochen haben sich echt gelohnt, Deine Seite ist absolut toll geworden, mein ehrlicher Glückwunsch!

    Euch allen herzlichen Dank für die netten Kommentare und das viele Lob. Geteilte Freude ist doppelte Freude und Ihr alle habt meinen Garten mit sehr viel positiver Energie erfüllt. Ich werd´s an meine Pflanzenfreunde weitergeben 😉

    Eure Pezi

    • Das Wurzerl sagt:

      Liebe Pezi, wenn sich Zwei treffen, die mit ihren Pflanzen reden, dann stimmt ja auch die Kommunikation untereinander in der Regel. Nur dann kann eben auch so ein Ergebnis herauskommen. Ich freue mich sehr, dass Dein Garten so gut angekommen ist, denn das zeigt ganz einfach, dass es Viele gibt, die unsere Sprache verstehen.
      Vielen Dank, dass ich kommen und auf meiner Website über Deinen Garten schreiben durfte. Es war mir ein Vergnügen.
      Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende.
      Wurzerl

  • Was für ein Erlebnis…. Traumschön mit soviel Liebe zum Detail… Zauberhaft ist sehr passend ausgedrückt… Bin begeistert… Liebe Grüße aus dem Latütgarten Karin Berends Lüürßen

    • Das Wurzerl sagt:

      Ja liebe Karin, ich hatte das große Glück mit zwei völlig konträren Gärten anfangen zu können. Und wenn ich Deinen Garten als von einer Kunstmalerin gemalt sehe, dann ist Petras Garten das Pendant einer Garten-Bildhauerin dazu. Und Ihr seid Beide in Eurem Metier meisterhaft.
      Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.
      Wurzerl

    • Ach liebe Karin,

      wie schön, dass Du hier schreibst!
      Ich hab mir das selbe auch über Deinen Garten gedacht – genau so – und einfach nur wunderschön 🙂

      Ich glaub, wir schwimmen alle “auf der gleichen Welle” lieben unsere Gärten und die Schönheit der Natur.

      Deine Art, Pflanzen miteinander zu kombinieren, hat mir sehr imponiert, weil: ich bin da ein bisserl anders, ich kann das nicht so wie Du, finds aber superschön. Weil halt jeder seine eigene Handschrift hat. Ich denke, beim Kochen ist es ebenso. Ich koch total gern, aber jeder interpretiert ein Gericht anders. Ist auch gut so. So soll es sein.

      Und als meisterhaft würde zumindest ich mich niemals bezeichnen, mir ist durchaus bewusst, was ich alles nicht weiß 😉 sag “Lehrling” zu mir, dann passt es :-)))

      PS:
      Das “zauberhaft” kommt eigentlich daher, dass ich alles, was mit Süden und vorzugsweise Italien zu tun hat, einfach nur zauberhaft finde. Das ist meine Welt, die Menschen sind locker im Umgang und modisch unwahrscheinlich
      elegant und lässig in der Handhabung. Man nennt das wohl Grandezza, ich bewundere es einfach. Die italienische Küche ist für mich der Gipfel der Genüsse, obwohl ich – ich geb jetzt mal an – die bayrische Küche auch nicht so schlecht interpertieren kann 😉
      Und da wären dann noch die italienischen Gärten – ich hör jetzt auf, bevor der Server kracht :-))

  • Silke Buchenau sagt:

    Wunderschöne Fotos und toll kommentiert. Ich kann mich nur Barbara anschließen, ich bin froh diesen Garten im Original gesehen zu haben

  • Gertrud Lothwesen sagt:

    Liebe Petra,ich bin voller Bewunderung für diesen an Prächtigkeit kaum zu überbietenden Garten. Was für ein Erlebnis war der Rundgang durch dieses traunhafte Refugium, das Renate mit ihrem enormen Pflanzenwissen und ihrer schriftstellerischen Gabe so gekonnt vorgestellt hat. Liebe Grüße