Schneckenresistente Pflanzen

mörderische Schnecke oder Schneckenmord!

Mörderschnecken oder Schneckenmord – Gartenkrimi oder, was mache ich effizient gegen diese Schleimer?

Schieferherz-Deko in Wurzerlsgarten

Im letzten Sommer war ich ziemlich wütend: Wochenlang stand vor meiner Terrassentür eine Zinnie in feurigen Farben und ich konnte sie mit Freude täglich betrachten. Eines Morgens dann das Aus, nur ein paar niedrige Stielreste waren im Topf. Eine spanische Wegschnecke wollte sich gerade zurückziehen in kühlere Gefilde, denn die Sonne ist Anfang August immer schon in den Morgenstunden kräftig zugange. Da packte ich das Biest und warf es wütend über die Straße in den gegenüberliegenden Nachbar-Garten. 5 Tage später klingelte es an der Haustür. Die spanische Wegschnecke schaute mich nur vorwurfsvoll an, schüttelte dann den Kopf und meinte: “War das jetzt echt nötig”?

leere Weinbergschneckenhäuser in Wurzerlsgarten

Also nie verbissen werden und nicht den Humor und Spaß im Garten verlieren, das ist mein wichtigstes Rezept.

Erst muss ich meine Feinde kennen und verstehen !

Die Hauptdarsteller des Garten-Krimis: “Der Mörder ist nicht immer der Gärtner” sind nach der Anzahl ihrer bisherigen Oscar-Nominierungen aufgeführt. Fangen wir mit den Guten an. Sie haben natürlich nicht die Grusel-Aura einer spanischen Wegschnecke, eigentlich sind sie sogar Krimi ungeeignet, denn sie sind für einen Garten nützlich, oft sogar unverzichtbar.

Wasserschnecken:  Lymnaea stagnalis – Spitzhornschnecke und Posthornschnecke –  Planorbarius corneus, diese beiden Arten leben in meinem Gartenteich und ernähren sich von Algen und abgestorbenen Wasserpflanzen-Resten. Sie erfüllen damit eine wichtige Aufgabe in meinem Garten und ich bin froh, dass ich sie als Wasserpolizei habe.

Landschnecken: Cepaea hortensis – Weißmündige Bänderschnecke, ich denke, die kennen wir Alle in verschiedenen Farben aus unseren Gärten. Viele mögen sie auch, meist kümmern sie sich um kranke oder abgestorbene Pflanzenteile. Natürlich findet man sie auch an einem von Nacktschnecken angefressenen Salatblatt, was sie zu Unrecht in Verruf bringt, denn gesund ist das Salatblatt ja nicht mehr, also sieht sie zu Recht hier ihre Beute.

Dann existieren eine Unmenge Nacktschnecken von wenigen Millimetern bis zu einer stattlichen Länge bis zu etwa 20 cm. Ich will die Arten in Bildern gar nicht vorstellen, sondern breche einfach den Stab in zwei Richtungen. Generell sind die Nacktschnecken die mörderischen in unseren Gärten, egal ob klein oder groß. Aber es gibt für mich ein Pendel, das in zwei Richtungen ausschlägt. Die gute Nachricht, die größte Nacktschnecke, der Tigerschnegel, frisst liebend gerne Schneckengelege und macht auch vor der ausgewachsenen spanischen Wegschnecke nicht Halt. Das zweite Pendel ist die spanische Wegschnecke, die den Namen “spanisch” zu Unrecht trägt, denn sie ist ein “einheimischer” Schleimer. Da ihr Lebenszyklus nach einer Eiablage von mehreren hundert Stück beendet ist, muss sie sich natürlich innerhalb einer Saison auf ihre beachtliche Größe hochfressen. Das unterscheidet sie massiv von anderen Schnecken und macht sie zum “Beet-Mörder”. Durch die hohe Ei-Anzahl vermehrt sie sich auch entsprechend. Wer auf Schneckenkorn verzichtet, hat nun für die Vernichtung der Eigelege zwei starke Verbündete, die Tigerschnegel und die dritte Gruppe Schnecken, die ich auch noch vorstellen möchte – die Weinbergschnecken.

Weinbergschnecken gibt es in verschiedenen Arten und mit unterschiedlichen Zeichnungen, siehe Fotos, aber sie alle vertilgen sehr gerne andere Schnecken-Gelege. Jedoch gehen sie nicht an geschlüpfte Schnecken, wie der Tigerschnegel. Im Gegensatz zu den Nacktschnecken vertragen Gehäuseschnecken gut Trockenheit und Wärme. Wenn es im Sommer zu warm wird, dann klettern sie einfach bis zu einem halben Meter an einem Gehölz hoch, um der Bodenhitze, die immer am höchsten ist, zu entgehen und kleben sich mit dem Verschließen des Hauses am Holz fest. Wer also an einem Kletterrosen-Zweig eine Häuserl-Schnecke entdeckt, bitte nicht in Panik geraten, die Schnecke ist nicht auf dem Weg zu den Rosenblüten.

leeres Weinberg-Schneckenhaus, Wurzerlsgarten

In jedem Krimi gibt es Gegenspieler ! Hier sind die Feinde der Schleimer-Gang !

Es ist tatsächlich ein Trauerspiel, aber ausgerechnet die eifrigsten Schneckenjäger, einige Insektenarten, sind bereits großflächig aus unseren Gärten verschwunden. Sie sind zum Großteil vom Aussterben bedroht, das ist mit einer der Gründe, für die zunehmende Schneckenplage in unseren Gärten. Insekten, die Schnecken lieben sind:  Laufkäfer, Larven der Moderkäfer, Aaskäfer, Larven der Glühwürmchen, Schneckenkanker (gehört zu den Weberknechten), gehen an ausgewachsene Schnecken, Hornfliegen sind als Parasiten tätig, Tausendfüßler laben sich gerne an Schneckeneiern. Ein Segen, wer solche Helfer noch in seinem Garten findet.

Auch Amphibien und einige Reptilien fressen Schnecken. Aber wer von uns hat schon Erdkröten, Frösche, Blindschleichen, Eidechsen, Ringelnattern, Molche, Salamander oder gar Schildkröten im Garten?

Bei den Vögeln helfen uns die Amseln und Drosseln (keine großen Schnegel), Störche, Krähe, Raben und Elstern.

Glücklich ist, wer so etwas im eigenen Garten hat, am effektivsten sicher die Laufenten-Schwadron, nur wer hat das schon???

Zuletzt gibt es in der feindlichen Schnecken-Schwadron noch kleine Säugetiere wie Igel, Spitzmaus, Brandmaus und den Maulwurf, der für kleine Gärten wohl eher als kontraproduktiv angesehen wird, aber natürlich in diese Aufzählung dazugehört.

Es wird jetzt Zeit den Handlungsstrang zu eröffnen und das Drehbuch abzuspulen.

Nach so vielen Schleimerchen fange ich mit der schärfsten Waffe des Gärtners an und ich gieße hier mal meine Schnecken resistenten Favoriten aus.

Myosotis sylvatica, Vergissmeinnicht, eine Pflanze, die von Schnecken in Wurzerlsgarten verschmäht wird

Alle hier aufgezählten Pflanzen sind erfolgreich in meinem kleinen Garten getestet und die meisten von ihnen neigen auch dazu sich besser zu vermehren, als ich es auf der kleinen Fläche möchte. Da ich mich immer mehr an meine erfolgreich getesteten Pflanzen halte, gibt es natürlich hi und da auch verzweifelte Schnecken, die aus den Rasen-Strauch-Nachbargärten wieder reumütig zu mir zurückkommen und zähneknirschend “trocken Brot” fressen. Aber ich denke, die Liste ist für jeden eine gute Grund-Basis, einfach auszutesten, was klappt und was vielleicht einer Schnecke in Ostfriesland hervorragend schmeckt, aber hier auf meiner Liste zu finden ist. Steht Gattung hinter dem Gattungsnamen, so gilt es für ziemlich alle Arten dieser Gattung.

Platycodon grandiflorus, Chinesische Glockenblume – Lysimachia nummularia, das Pfennigkraut zeigt ihre Schnecken-Festigkeit indem sie gleich in eine solche gehüpft ist – Helenium ‘Salsa’, die Sonnenbraut

Akelei (Aquilegia) Gattung

Alpen-Aster (Aster alpinus) Art

Aster, nur Rauhblatt-Aster (Symphyotrichum novae-angliae) Art

Astilbe (Astilbe arendsii) Art

Ballonblume (Platycodon) Gattung

Bartfaden (Penstemon) Gattung

Bergenie (Bergenia) Gattung

Blutweiderich (Lythrum) Gattung

Christ- und Lenzrose (Helleborus) Gattung

Eryngium alpinum ‘Blue Star’ – Cirsium rivulare ‘Atropurpureum’ – Berkheya purpurea, Edeldisteln

Dost (Origanum’Aromatico’) Art

Dreiblattspiere (Gillenia trifoliata)

Edeldisteln div. Gattungen, aber nicht alle Arten

Ehrenpreis (Veronica) Gattung

Eisenkraut (Verbena) Gattung

Elfenblume (Epimedium) Gattung

Farne div. Gattungen

Federnelke (Dianthus plumarius) Art

Fetthenne (Sedum) Gattung

Frauenmantel (Alchemilla) Gattung

Achillea Hybride, Erigeron Azurfee – eine Schneckenabwehrwand aus Lavandula, Campanula poscharskyana ‘Lisduggan’ und Sedum – Escholzia californica und Myosotis

Gedenkemein (Omphalodes verna) Art

Geißbart (Aruncus) Gattung

Gelbe Flockenblume (Centaurea macrocephala) Art

Gelenkblume (Physostegia) Gattung

Gilbweiderich, Pfennigkraut (Lysimachia) Gattung

Goldmarie (Bidens ferulifolia) Art

Goldmohn, Schlafmützchen (Escholzia) Gattung

Goldrute (Solidago canadensis) Art

Gräser alle Gattungen

Aquilegia caerulea ‘Kristall’ – Imperata cylindrica var. koenigii ‘Red Baron’ – Paeonia lactiflora ‘Le Charme’

Günsel (Ajuga reptans) Art

Hängepolster-Glockenblume (Campanula poscharskyana)

Hauswurz (Sempervivum) Gattung

Heide-Nelke (Dianthus deltoides) Art

Heiligenkraut (Santolina) Gattung

Herbstanemonen (Eriocapella) Gattung

Immergrün (Vinca minor) Art

Iris (mehrere Gattungen)

Kapuzinerkresse (Tropaeolum) Gattung

Knöterich (Persicaria amplexicaulis, Bistorta officinalis) Arten

Auch im Steingarten gibt es schneckenresistent Arten und Gattungen wie – Alchemilla alpina – Sedum rupestre – Sempervivum ‘Omega’

Küchenschelle (Pulsatilla) Gattung

Lavendel (Lavandula) Gattung

Mädchenauge (Coreopsis) Gattung

Mittagsgold (Gazania) Gattung

Montbretie (Crocosmia) Gattung

Mutterkraut (Tanacetum parthenium) Art

Nachtkerze (Oenothera) Gattung

Nachtviole (Hesperis) Gattung

Ochsenzunge (Anchusa azurea) Art

Cosmos bipinnatus, Schmuckkörbchen – Centaurea macrocephala, gelbe Flockenblume – Aster alpinus

Pfingstrosen (Paeonia) Gattung

Salomonssiegel (Polygonatum) Gattung

Schafgarbe (Achillea) Gattung

Schaumblüte (Tiarella cordifolia) Art

Schleierkraut (Gypsophila) Gattung

Schleifenblumen (Iberis) Gattung

Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus) Art

Sonnenbraut (Helenium) Gattung

Spornblume (Centranthus ruber) Art

Bistorta officinalis ‘Superba’ – Euphorbia cyparissias ‘Fens Ruby’, Zypressen Wolfsmilch vor Alpenrose – Persicaria amplexicaulis ‘JS Caliente’, Kerzenknöterich

Steinbrech (Saxifraga) Gattung

Sterndolde (Astrantia minor) Art

Storchschnabel (Geranium) Gattung

Thymian (Thymus) Gattung

Tränendes Herz (Dicentra) Gattung

Vergissmeinnicht (Myosotis) Gattung

Weinraute (Ruta graveolens) Art

Wolfsmilch (Euphorbia) Gattung

Zierlauch (Allium) Gattung

Verbena bonariensis vor Oenothera – Pulsatilla vulgaris lo. rubiflora – Penstemon ‘Pensham Czar’

Die Polizei rät ja immer zum Vorbeugen. Gute Idee, früher war das ganz einfach, im März, Juni, September Schneckenkorn gestreut, der Garten sah immer ekelhaft nach blauem Streuselkuchen aus, das war es. Komischerweise kümmerte das die Nachbarschnecken nicht, wenn alles weg war, dann waren sie da, um meine schönsten und kostbarsten Hybriden zu meucheln.

Ich habe viel gelernt in den letzten Jahren, Schneckenkorn gibt es nicht mehr, denn damit verschwanden auch die Weinbergschnecken und Tigerschnegel. Aber sicher auch einige Insektenarten. Als nächstes musste ich begreifen, dass Igel, Amseln und Co Schnecken fressen, aber den Oberschleimer, die spanische Wegschnecke verschmähen. Die natürlichen Feinde (Hühner, Enten, Tigerschnegel und Weinbergschnecken gegen die Eier) hatte ich nie besessen, oder mit dem Schneckenkorn auch plattgemacht. Die ersten Jahre ohne Schneckenkorn waren schrecklich, die Spanische Wegschnecke und die kleinen Nacktschnecken feierten eine Party nach der anderen. Jetzt habe ich eine Strategie!

Die oben genannten Stauden und Annuellen sind in meinem Garten inzwischen dominant vertreten, auf köstliches Schneckenfutter, wie Dahlien, Rittersporn usw. verzichte ich, oder wenn es ein ‘Must Have’ ist, kommt es in den Kübel auf den Tisch.

Was ganz wichtig ist, ich konzentriere mich völlig auf die spanische Wegschnecke. Die Häuserlschnecken richten keinen bemerkenswerten Schaden an, für die kleinen Nacktschnecken gibt es Igel und Vögel genug im Garten. Und meinen Lieblingsschleimern biete ich hinterhältig Bretter und Salatabfälle zum Sammeln an (bloß keine Bierfallen, dann kommen noch mehr, das trinke ich lieber selber). Die gesammelten Biester werfe ich auch nicht zu den Nachbarn, da wären sie noch am gleichen Tag wieder da. Sie kommen in den nahegelegenen Wald. Die trockene Witterung arbeitet ebenfalls für mich und zumindest die Weinbergschnecken sind schon wieder da. Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt, aber einen Vorteil muss der Klimawandel auch haben. Ich gieße, wenn ich muss, nur am Morgen, so ist es Abends schon wieder trocken und ich werde vermehrt versuchen, die Beete mit Sand oder Kies zu mulchen. Grünmulch geht nur unter Gehölzen, ohne Staudenunterpflanzung. So der Krimi ist zu Ende, noch eine Leiche gefällig – klar, die Zinnie, mit der alles begann.

Von Schnecken gefressene Zinnien in Wurzerlsgarten.

Zwei Nachträge:

Als ich letzten Herbst bei Sarastro in Ort/Inn, Österreich für den “Staudengarten” der GdS und meine Website (unter Gärten weltweit zu finden) bat ich ihn, für mein Teichbeet 3 schöne Stauden rund um meine Rose ‘The Lady’s Blush’ auszusuchen und ich fuhr mit drei traumhaften Stauden (Nepeta kubanica, Anthriscus sylvestris ‘Ravenswing’ und Cirsium purpuratum) nach Hause. Sie sind schön angewachsen und Cirsium purpuratum blühte noch wochenlang. Aber leider, dieses Frühjahr gab es zwar drei Austriebe, aber noch ehe ich an den Blättern identifizieren konnte, was da austrieb, waren die drei Stauden von den Schnecken vertilgt worden. Ich hätte besser nach meiner Liste ausgewählt, die scheint bei mir absolut zu funktionieren.

Kürzlich hatte ich ja den schlimmen Hagel, zweimal volles Rohr auf die Stauden. Da fürchtete ich sehr, dass die Schnecken nun mit den geschädigten Pflanzen auf den Appetit kommen könnten. Denn es ist wahrlich ein schreckliches Schneckenjahr angebrochen, so viele, wie lange nicht. Aber was ist passiert?

Spanische Wegschnecken fressen auf der Terrasse das Vogelfutter in Wurzerlsgarten

Sämtliche spanische Wegschnecken verschmähten meine Stauden auch in geschreddertem Zustand und kamen in Scharen auf die Terrasse, um den Igeln und Vögeln das Futter wegzufressen! Ich weiß gar nicht, ob sie empört waren über das Absammeln und den Umzug zum großen Weiher außerhalb meines Städtchens. Egal, Hauptsache, meine Liste funktioniert.

 

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18 Kommentare

  • Christa schroth sagt:

    Liebe Renate. Ich habe herzhaft gelacht bei diesem köstlichen Bericht. Ich kann alles gut nachvollziehen. Und verzichte auch auf die „Schnecken Pflanzen“. Eine kleine Anmerkung : die Igel fressen die span Schnecken nur wenn es sonst nichts zu fressen gibt.
    Vielen Dank für die Auflistung der Pflanzen.

    • Das Wurzerl sagt:

      Dann liebe Christa geht es Dir wie mir, die Igel haben bei uns immer etwas besseres zu fressen. Und sie haben jaaa sooo recht, wir würden die auch nicht wollen. Wünsche Dir einen schönen Sonntag. LG Wurzerl

  • Ashika sagt:

    So super und sooo informativ! Vielen Dank für diesen ausführlichen Beitrag! ich sehe dem nächsten Frühjahr/ Sommer gelassen entgegen!

    • Das Wurzerl sagt:

      Liebe Ashika, es freut mich, dass Du mit dem Krimi etwas anfangen kannst. Ich sehe auf jeden Fall dem Wachstum im Garten gelassen entgegen, hoffe auf ein Wunder, dass sich die Tigerschnegel wieder einfinden und dass es im Laufe der Zeit noch besser wird. Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende Wurzerl

  • Erika Elferink sagt:

    liebe Renate das ist ein toller und sehr humorvoller Bericht, obwohl es ja ein Krimi sein soll, aber wenn die verschmähten Schnecken schon zu Dir zurückwandern und auch noch bei Dir klingeln sag ich schon: Ohje. Ich habe hier eigentlich sehr wenig Last mit den Schnecken, auch nicht an meinen Dahlien. Das einzige, was sie bei mir zu lieben scheinen ist eine Hostapflanze (und das verzeihe ich ihnen, weil die sich sowieso sehr stark verbreitet).

    • Das Wurzerl sagt:

      Dass sie Deine Dahlien nicht beachten, finde ich bemerkenswert, wahrscheinlich hast Du einfach nicht so viele. Es sei Dir gegönnt. Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. LG Wurzerl

  • Günther, Barbara sagt:

    Du hast ganz recht liebe Renate. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Ich habe auch so meinen Ärger mit den schleimigen Biestern. Lupinen habe ich aus meinem Gartzen verbannt, weil dort die Schnecken wahre Orgien gefeiert haben. Ich gehe an den Sommerabenden im Garten gezielt zu bestimmten Pflanzen, von denen ich die braunen Schleimlinge absammeln kann. Aber was dann. Meine Nachbarin ist Ärztin. Sie geht mit der Rosenschere durch den Garten und zerteilt die Übeltäter. Mich gruselte es schon bei dem Gedanken daran! Im vergangenen Jahr haben die Schnecken den frischen Austrieb meiner Lieblingshortensie überfallen und verputzt. Ich war empört! Mit der Rosenschere in der Hand habe ich sie alle vernichtet. Die Hemmschwelle war überwunden und für die Schnecken war es ein schneller Tod.Jetzt bin ich zum Rächer meiner geschundenen Gartenpflanzen geworden.

    • Das Wurzerl sagt:

      Wow, Bewunderung liebe Barbara, ja, schnelles Durchschneiden wäre das Einzige, was ich akzeptiere, es geht sehr schnell. Nur ich kann es nicht, möchte es auch auf meine alten Tage auch nicht mehr lernen. Dank meiner Pflanzen, aus der Pflanzenliste blüht auch immer genug im Garten, so dass ich keinen Hilferuf von der Seite her bekomme. Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. Wurzerl

  • Ich bin ja mal gespannt, ob die tiefen Temperaturen einige Nacktschnecken dezimiert haben. Die Schnirkelschnecken werden leider immer weniger durch die Dürresommer, dabei mag ich die so gern. Auch den Tigerschnegel im Komposter habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
    Viele Grüße
    Elke

    • Das Wurzerl sagt:

      Bei mir reichen tiefe Temperaturen nicht, weil da meist eine schützende Schneedecke in Oberbayern auf der Erde ist. Und es gibt 1 A Übernachtung für viele nicht geladene Gäste in den Laubhaufen. Die Schnirkelschnecken fühlen sich bei mir noch relativ wohl. Die Dürre-Sommer sind für meinen schweren Lehmboden gut, nur im Winter eine Last, alles zu Mediterrane bekommt dann Wurzel- oder Zwiebelfäule. Tigerschnegel bräuchte ich echt dringend wieder. Ich liebe diese Kannibalen, aber die sind wohl mit Schneckenkorn ziemlich dezimiert worden. Genießen wir trotzdem den Sonntag liebe Elke, grübeln können wir auch, wenn der Salat weg ist. Viele Grüße Wurzerl

  • Martina Henne sagt:

    Moin, vielen Dank für die Strategie. Ich habe seit dem Hitzesommer 2018 nur noch sehr wenige rote Biester gehabt. Bin aber bekennender Mörder, wenn ich eine sehe töte ich! Da wir hier im Kalkland leben habe ich viele Weinbergschnecken und andere Gehäuseschleimer, aber mein Liebling ist der Schnegel. Ich habe letztes Jahr mal wieder Dahlien ausgepflanzt und siehe da sie haben überlebt ohne zerfleddert zu werden- nur ich habe vergessen einige wieder auszubuddeln.

    • Das Wurzerl sagt:

      Deine Hühner sind doch freilaufend liebe Martina? Befreien die Dich nicht von den roten Biestern? Gehen die auch an Gehäuse-Schnirkel-Schnecken? Bin bei Hühnern doch sehr unbedarft, lach. Wünsche Dir einen schönen Sonntag. Wurzerl

  • Edith sagt:

    Liebe Renate,
    das war ein sehr spannender Bericht über Schleimer im eigenen Garten. Die, mit den Häusern hatten im ehemaligen Garten immer Wohnrecht, bis zu einem gewissen Grade, dann wurden sie eingesammelt und in die freie Natur entsorgt. Damit habe ich nun nichts mehr zu tun. Du bist ja bestens über alles informiert, deine Reisen zu fremden Gärten hat dein Wissen noch bereichert, weil lebendiger Anschauungsunterricht immer Eindrücke hinterlässt. Bist du da immer noch so aktiv?
    Liebe Grüße
    Edith

    • Das Wurzerl sagt:

      Oh ja liebe Edith, wann immer es die Pandemie erlaubt, bin ich unterwegs, nicht in Gruppenreisen, nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und mit sehr sorgfältiger Auswahl der Unterkünfte. Ich besuche nur Gärten, in denen die gleiche Vorsicht beachtet wird, die für mich selbstverständlich ist und so kann man doch einiges bewegen. Momentan muss man nicht zur Mandelblüte nach Mallorca, bald beginnt bei uns überall die Obstbaumblüte und egal ob am Bodensee oder im Ammerland – jeder findet Ruheorte, die er entspannt genießen kann. Zum Beispiel den Park der Gärten, den ich gestern erst in der Kategorie: “Wurzerl auf Reisen” Deutsche Gärten, beschrieben habe. Wenn Du gerne weiter weg reisen möchtest mit mir, dann schau in die Britischen oder Weltweiten Gärten. Das ist alles sehr gesund und mit Abstand. Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. Wurzerl

  • Daniela Schröfel sagt:

    Ich habe gerade diese Geschichte mit viel Schmunzeln gelesen und man findet sich da doch oft wieder! 😂 Wir haben zum Glück viele der Helfer im Garten, weil wir einfach keine Zeit zum Aufräumen haben! Super die aufgelisteten Pflanzen, da kann man doch immer mal wieder reinschauen! 👍

    • Das Wurzerl sagt:

      Genau dafür ist diese Auflistung gedacht, liebe Daniela, es genügt bei der Lupe, die links oben im Eck ist, das Zauberwort Schnecke einzugeben und schon kannst Du vergleichen, ob Deine Monsterchen evtl. einen ganz anderen Geschmack haben, als oberbayerische Schnecken. Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntag. Wurzerl

  • Wundervoller Bericht mit vielen Schmunzlern!
    Schneckenkorn habe ich vor Jahren bereits verbannt, danach habe ich die Biester fleissig gesammelt und hinterm Wald über den Garben geworfen. Sie sind zurück gekrochen. Nun hilft mir eine scharfe Schere und ein kaltes Herz bei der Dezimierung. Dieses Jahr ist es wirklich arg, sie sind sogar über die Bergenien am Waldrand hergefallen!
    LG KAren

    • Das Wurzerl sagt:

      Ja, in der Tat, es ist ein Schneckenjahr! Habe lange nicht so viele Schleimer gesehen. Sie mögen meine schneckenresistenten Pflanzen immer noch nicht, lach. Aber sie kommen zu Hunderten auf die Terrasse am Spätnachmittag und die Stare, Türkentauben, Rotkehlchen, Amseln, Elstern und Meisen hüpfen zwischen der Invasion herum. Die Igel sind angewidert und kommen schon früher, damit sie auch etwas erwischen, aber ich glaube, die kommen bald mit Stelzen, dass sie nicht versehentlich auf die großen Schleimer drauftreten.
      Ich wünsche Dir einen schönen Abend liebe Karen. LG Wurzerl