Aquilegia alpina L. – Alpen-Akelei

Aquilegia alpina L. Alpen-Akelei, Elfenschuh in Wurzerlsgarten

Aquilegia alpina L. Alpen-Akelei, Elfenschuh (1)

Aquilegia alpina L. wurde von Carl Linnaeus erstbeschrieben.

Synonyme:

Aquilegia alpina f. gracilis Chenev. & Braun-Blanq, Aquilegia alpina var. Moll Rouy & Foucaud, Aquilegia montana Sternb., Aquilegia reuteriana Rchb.ex Nyman, Aquilegia vulgaris subsp. alpina (L.) Hook.f. & Thomson

Wuchs, Wurzeln, Blätter, Blüten und Balgfrüchte:

Mehrjährige, aufrechte, horstbildende, lockere Staude, die von Ende April bis August  leuchtend himmelblaue bis blaulila, glockenförmige, große und gleichmäßig geformte Blüten mit kurzen, stark eingerollten Spornen bildet. Sie wird bis zu 70 cm hoch und ca. 20 cm breit. Pro Stängel finden sich 1 – 3 Blüten. Lang gestielte, frisch grüne, doppelt dreiteilige, großlappige, leicht bereifte Laubblätter sind größtenteils grundständig in einer Rosette angeordnet.

Eine Aussaat im Garten direkt ins Beet kann zwischen April und August erfolgen, kontrolliertes Vorziehen ist besser. Wegen der Pfahlwurzel ist eine Vermehrung durch Teilen kaum möglich und das Verpflanzen einer adulten Pflanze nicht empfehlenswert.

Aquilegia alpina, Alpen-Akelei, Blätter, Wurzerlsgarten

Ursprung und Verbreitung:

Sie wächst in Höhenlagen von 1200 – 2600 m vor allem in den Westalpen. Von den Seealpen bis nach Vorarlberg verbreitet, kommt sie aber auch im Nord-Apennin vor. Häufig findet man sie in Zwergstrauchheiden oder Grünerlen-Beständen (Charakterart des Caricetum ferrugineae). In Süddeutschland kommt sie auch auf Waldlichtungen vor. In der Schweiz wächst sie bis zu höher gelegenen Gebüschrändern und auf feuchten, kalkhaltigen Wiesen. Die Alpen-Akelei ist in Deutschland und Österreich geschützt, in der Schweiz steht sie auf der Roten Liste.

Aquilegia alpina, Alpen-Akelei, Elfenschuh, in Wurzerlsgarten

Standort und Kultur:

Die Aquilegia alpina verträgt kalkhaltigen, lockeren, halbschattigen, aber immer feuchten Boden, der sich nicht so sehr aufheizt. Die Erde darf nicht über einen längeren Zeitraum hinweg austrocknen. Sagt ihr der Standort zu, versamt sie sich. Die Alpen-Akelei ist vielseitig verwendbar, in Beeten, im Naturgarten, Bauerngarten, auch als Uferrand-Pflanze macht sie eine gute Figur und ist winterhart.

Aquilegia alpina, Alpenakelei, Habitus, Wurzerlsgarten

Wissenswertes:

Entgegen dem Namen schätzt sie den Aufenthalt in einem Alpinum oder generell in wasserdurchlässigen Trockenbeeten nicht. Alle Akeleien sind giftig.

Schädlinge und Krankheiten:

Die Akelei-Gallmücke frisst an den Knospen. Raupen des Frostspanners fressen Blätter und Knospen. Die Akeleien-Blattwespen-Raupe kann eine Pflanze richtig kahlfressen.

Pilzerkrankungen kommen selten vor, aber häufiger der echte Mehltau. In diesem Fall einfach die komplette Pflanze bodennah abschneiden (das Schneidegerät desinfizieren und die Blätter im Restmüll entsorgen), dann sollte ein neuer normaler Blatt-Austrieb erfolgen. Leider ist inzwischen auch der falsche Mehltau aus England in Deutschland aufgetaucht, der ganze Bestände vernichten kann. Der Boden ist dann jahrelang nicht mehr für Akeleien geeignet.

Wer verfärbte oder eingerollte Akeleien-Blätter entdeckt und sich nicht sicher ist, um welche Krankheit es sich hierbei handelt, sollte vor dem Abschneiden, Vernichten und Desinfizieren ein Foto der befallenen Blätter machen. Erfolgt kein gesunder Neuaustrieb, so kann mir das Foto gerne gemailt werden und ich helfe beim Identifizieren des Krankheitsbildes.

Sorten:

Aquilegia alpina ‘Superba’ und Aquilegia alpina ‘Hensol Harebell’

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2 Kommentare

  • Edith sagt:

    Hallo Renate,
    auch in diesem neuen Garten gibt es einige Akeleien, unter anderem die von dir vorgestellte Alpen Akelei, ob sie es wirklich ist, ich weiß es nicht genau, es ist nur eine Vermutung. Sie wachsen hier gerade so, wie es ihnen gefällt, zwischen den Rosen, aus Steinritzen, ich habe sie rechtzeitig entdeckt und gehegt und gepflegt. Aussäen brauche ich sie auch nicht, sie versamen sich von alleine.
    Liebe Grüße
    Edith

    • Das Wurzerl sagt:

      Liebe Edith, da die Aquilegia alpina zu unseren in Europa einheimischen Akeleien gehört, ist es durchaus denkbar, dass eine sich zwischen Deine A.vulgaris dazwischengesetzt hat. Aber ich denke, wenn man einfach nur die fröhlichen Tänzer im Beet genießen möchte, ist der genaue Artname zweitrangig. Ich wünsche Dir eine gute neue Woche. LG Wurzerl