Impressionen September Oktober 2021

Zitronenfalter auf herbstlichem japanischem Fächerahorn in Wurzerls Vorgarten

Im September 21 auf Garten-Reisen unterwegs

Offensichtlich hat mich mein letzter Garten-Spaziergang für Juli/August 2021 doch mehr deprimiert, als ich es mir eingestehen wollte. Jedenfalls kann ich mich an keinen Garten-Monat erinnern, auch nicht im Winter, an dem ich nicht mindestens einen Foto-Rundgang in meinem kleinen Refugium gemacht hätte. Nun ist es also passiert, ich habe kein einziges Bild im September gemacht.

Das heißt, so ganz stimmt das ja nun auch wieder nicht. Der September war nämlich mein diesjähriger Garten-Reise-Monat und da habe ich sehr viel fotografiert, halt nicht bei mir zuhause. Für jeden Garten, den ich im September 2021 besuchte, zeige ich im folgenden je 1 Foto und schreibe dazu, ob und wann es in Wurzerl auf Reisen zu sehen ist, oder schon war. Diejenigen von Euch, die nur meine eigenen Garten-Impressionen sehen möchten, scrollen bitte einfach gleich weiter bis zum Oktober.

Nordrhein-Westfalen und Belgien

Meine erste Fahrt vom 8.9. – 13.9.21 galt einer lieben Gartenfreundin, die mir unbedingt die Gartentage von Schloss Hex, Heers, in Belgien nahebringen wollte. Ab 19.11.21 ist dieses sinnliche Spektakel in der Sparte “Gärten und Gärtnereien weltweit” zu sehen. Am ersten Tag war Sabine mit mir im Nordpark Düsseldorf (auf Website “Deutsche Gärten” 2022) und im Park des Wasserschlosses Dyck (bis heute keine Veröffentlichungserlaubnis erhalten). Am nächsten Tag waren wir in Solingen im Garten Ulbrich unterwegs (Website “Deutsche Gärten” hoffentlich noch Dez.21) und anschließend im Garten in Schräglage bei Barbara Kramer (Website “Deutsche Gärten” 2022) in Wuppertal. Am Samstag fuhren wir dann nach Norden in die Gärtnerei Berthold Picker, Borken-Weseke, mit dem herrlichen Schaugarten (Website “Deutsche Gärten” I.Qu.2022). Anschließend waren wir in Bedburg-Hau, im Garten von Elisabeth Imig und Silke Imig-Gerold (Website “Deutsche Gärten” 2022). Den Sonntag verbrachten wir ja in Belgien und am Heimfahr-Tag plante ich noch spontan die Staudengärtnerei van Diemen, Willich, (Website “Deutsche Gärten” 2022) ein und fuhr dann den Umweg über Hamm, um mir im Maximilianspark (Website 2022) noch die weitläufigen Staudenpflanzungen von Piet Oudolf anzusehen. Vielen Dank liebe Sabine Kühl, Du warst eine großartige Gastgeberin und es war vor allem schön, Dich wiederzusehen.

Hessen, Ostfriesland und Gelderland in den Niederlanden

Schon sechs Tage später war ich erneut auf der Piste unterwegs, diesmal 8 Tage lang mit Christa Schroth aus Ingolstadt (Website “deutsche Gärten” PLZ 85051 vorhanden), die meine Liebe zu Ostfriesland voll teilt. Wir gönnten uns am 19.9.21 eine Zwischenübernachtung in Wesertal-Oedelsheim, wo wir einen herrlichen Nachmittag und Abend mit Helma und Jürgen Willand verbrachten (neuester Website-Bericht “deutsche Gärten” PLZ 34399, 1 Woche alt!). Am Montag fuhren wir dann in unser Hotel in Wiesmoor und besuchten den Waldgarten von Amanda Peters (Website “deutsche Gärten” PLZ 26629 vorhanden). Der nächste Tag gehörte Erna de Wolff, Moormerland, (Website “deutsche Gärten” PLZ 26802 vorhanden). Auch Aleida Zuch, Moormerland (Website “deutsche Gärten” PLZ 26802 vorhanden) war mit von der Partie, als wir einen spannenden Nachmittag in den Niederlanden verbringen durften. Erna de Wolff fuhr mit uns nach Gelderland. Erst besuchten wir einen auf Schattenpflanzen und Gräser spezialisierten Gärtner, in der Staudengärtnerei mit Schaugarten “Kwekerij aan de Dijk, Oudeschip” (Website “weltweite Gärten” folgt 2022), dann ging es in den “Strickgarten” von Els de Boer, AR Warffum, (Website “weltweite Gärten” folgt 2022), wo ich übrigens die oben zu sehende rote Strickjacke erstanden habe.

Am Mittwoch begeisterten wir uns weiter bei einem erneuten Besuch des Moorjuwels von Hedwig Weerts (Website “deutsche Gärten” PLZ 26639 vorhanden) und mit dem Wiedersehen von Ulrike Koska in ihrem Fehngarten mit ihren eleganten Kois (Website “deutsche Gärten” PLZ 26629 vorhanden). Auch der nächste Tag war ganz wunderbar mit dem Besuch des Versteckten Gartens am Jadebusen, wo uns Tanja Bohlken empfing (Website “deutsche Gärten”, folgt ab 26.11.21) und einem lustigen Nachmittag und Abend im Landidyll der Familie Tjarks, wo uns Torsten Tjarks und Malte Schoon willkommen hießen (Website “deutsche Gärten” PLZ 26446 vorhanden). Der letzte Ostfriesland-Tag gehörte dann Karin Berends-Lüürßen im LATÜT-Garten. Ihr kennt den Namen vielleicht von den Märchenfiguren auf meiner Website, die in die verschiedenen Sparten: Gärtnerin, Reisen und Märchen führen? (Website “deutsche Gärten” PLZ 26817 vorhanden, am 5.11.21 und 12.11.21 gibt es gleich 2 neue Posts aus LATÜT). Nach so vielen schönen Eindrücken legten wir auf der Heimfahrt noch eine Zwischenstation nahe Hannover ein und besuchten den Garten von Aleksandra Pristin (Website “deutsche Gärten” folgt 2022). Nach über 2500 km war ich dann sehr froh, nicht nur Christa Schroth wieder heil zuhause abgeliefert zu haben, sondern auch meinen Garten, wenn auch immer noch beschädigt, wiederzusehen. Danke liebe Christa, Du warst wieder eine sehr angenehme Reisebegleiterin.

Gartenimpressionen Oktober 21 in Wurzerlsgarten

Wieder zuhause angekommen packte ich meine Mitbringsel aus. Der Vorgarten bekam ein neues, bizarr wie ein Drache aussehendes Stück Mooreiche aus der Deko-Scheune von Erna de Wolff. Einige Schattenpflanzen hatte ich in Jans Gärtnerei in Gelderland gekauft und eine kleine Hosta, die Martina Henne gehört hatte, bekam ich als Geschenk von Ulrike Koska. Dann war da noch das steinerne Herz aus dem Weser-Landgarten Willand, das ich mir unter vielen im Garten ausgesucht hatte. Gleich am nächsten Tag wurde alles verteilt. Das Mooreichen-Stück kam auf die Kranichinsel. Dort leuchteten sogleich die gelb gewordenen Hamamelis-Blätter auf und der rote Fächerahorn sammelte in seinen Blättern das glühende Feuer der Nachmittags-Sonne. Und dann geschah etwas sehr mystisches, was wohl nur in einem Märchengarten so passieren kann. Normalerweise war der japanische Fächer-Ahorn im Oktober mit den ersten abfallenden goldenen Ginkgo-Blättern verziert. Der Hagel hatte den Baum Ende Juni aber fast völlig entlaubt. Trotzdem sah ich nach oben – als mein Blick dann wieder auf den Ahorn hinabschweifte, war er da! Ein Zitronenfalter, noch leuchtender als das goldenste Ginkgoblatt, saß plötzlich auf den feuerlodernden Ahornblättern und betrachtete mich ruhig. Erst nachdem ich die Kamera geholt und ihn mehrmals abgelichtet hatte, flog er weiter – mit seinen zwei goldenen Ginkgo-Flügeln, die er mir für einen Augenblick geschenkt hatte.

Wortwörtlich davon “beflügelt” brachte ich Helmas steinernes Herz auf  meine Terrasse und hängte es an den Mittelpfeiler nach außen, damit es bald Patina ansetzen kann. Dann kaufte ich Kürbisse, nachdem ich zuvor schon nach späteren Abnehmern zum Verkochen gefragt hatte und dekorierte die Terrasse, die Teak-Liege und das Rosenrondell herbstlich. Einige Chrysanthemen-Stöcke, Zweige von wildem Wein und kleine Hagebutten einer Wildrose vervollständigten meine Herbstdekoration.

Gut, es gibt immer noch eine Stelle in Terrassennähe, wo die Rose ‘Ghislaine de Feligonde’ nach wie vor seit Juni über dem Weg liegt und man ihn immer noch nicht komplett entlang laufen kann. Aber der Garten kann ja nichts dafür, dass der Gärtner kein Metallgestell bekommt. Das steinerne Herz hat mich milde gestimmt, auch die Herbstdeko hilft mir und da der Weg zu meinem Frühlingseck gesperrt ist, sehe ich kaum, dass der dortige Ahorn nur noch wenige stumpfrote Blätter hat.

Schöne intakte Herbstbeete gibt es natürlich dieses Jahr nicht. Und ich war so beschäftigt, den Garten aufzuhübschen und kürbistechnisch zum Leuchten zu bringen, dass ich beinahe wieder das Fotografieren vergessen hätte. Aber mea culpa, hier sind die Impressionen aus Wurzerls Oktobergarten.

Mein Garten und ich, wir haben uns jedenfalls wieder ganz doll lieb!

Sobald wir die Terrasse auf der linken Seite verlassen, stehen wir zwischen der Wisteria-Ecke und dem Steingarten. Die Sonne scheint, die Amseln, letzte Stare und Meisen toben durch den Garten und dieser hat sich für Euch aufgehübscht. Die Weinraute,  Ruta graveolens, nimmt Marilyn Monroes Lied “Diamonds are the girls best friends” wörtlich und hält die Tau-Diamanten mit ihren Lotuseffekt-Fähigkeiten auf der Blattoberfläche fest. Ein kleiner Himmelsbambus,  Nandina domestica, den ich eigentlich nur aus Verlegenheit in meinen steinernen Rosenkopf gestellt habe, errötet vor Aufregung und wispert, dass er gerne noch eine Weile an diesem Platz bleiben würde, denn er hat sich verliebt! Unmittelbar neben ihm sind die orangegelben Spot-Lichter der Staubfäden vom Herbstkrokus ‘Artabir’, (ja, eng verwandt mit dem Safrankrokus, der uns das teuerste Gewürz der Welt schenkt), aus den blauen Blütenkelchen herausgeschossen und züngeln wärmeheischend in den Himmel, der die Krokus-Farbe widerspiegelt.

Mein Blick fällt auf die Spiegelwand, vor der die Weinraute (Ruta graveolens), mein kleiner Lärchen-Hexenbesen, (Larix decidua) und der Spindelstrauch (Euonymus alatus), einen herrlichen Farb-Dreiklang gebildet haben. Auch der Spiegel umrahmt sich mit etwas herbstlichem Rouge. Da kann der wilde Wein natürlich nicht zurückstehen und fängt an sich komplett einzufärben.

Der Steingarten ist wohl der märchenhafteste Platz in Wurzerlsgarten, auch wenn das Stück Holz, das ja in Zwobels Winter-Reich führt, langsam vor sich hinfault. In meinem Garten gibt es zwar einige Tuffsteine, aber sie liegen als Solisten, manchmal mehr oder weniger bewachsen, das kommt auf die “Untermieter”, die Ameisen an, am Rand der Terrasse. Da das Ernten von Tuffsteinen in der Landschaft schon lange verboten ist, habe ich aus einigen Steinbrüchen in Alpen-Nähe für den Steingarten ganz unterschiedliche Alpen-Gletscher-Geschiebe in meinen Garten geholt. Die Steine passen gut in mein Areal, das ja auf der nördlichsten Endmoräne Oberbayerns thront. Auffällig und etwas anders ist ein ehemaliger Weihwasser-Granit aus einer aufgelassenen Kirche, der aus einem Steinbruch nahe der Salzburger Grenze stammt. Sehr heilig sieht er nicht mehr aus, das Moos hat ihn schon ziemlich erobert. Der Lärchen-Hexenbesen unmittelbar daneben hat sich bereits stark gelb gefärbt, bald werden die Nadeln abfallen.

Nachdem ich einen letzten Blick über die Herbstkrokusse und den Steingarten bis ganz nach hinten zur Hütten-Ecke geworfen habe, schaue ich mir die Herbstdekoration auf der Teakholz-Liege an. Die ruhige, grüne Peripherie des Gartens kann so einen kleinen Farbtupfer im Herbst ganz gut gebrauchen. Trotzdem muss ich ja immer ein bisserl botaniktechnisch herumbasteln. Also habe ich beschlossen, die einsamen Farne zwischen dem Weg und dem großen Stein richtig aufzuhübschen und ein kleines Herbst-Highlight dort zu schaffen. Mit Hilfe einer Fuchsie, der Waldaster, Boehmeria, Krötenlilie und Liriope kann es vielleicht schon nächstes Jahr gelingen. Bis alles ein bisserl zusammengewachsen ist, gibt es noch einige Akeleien dazwischen. Ein Gras möchte ich noch gerne dreimal dazwischen packen, vielleicht Schneemarbel?

Über meinen Bachhügel amüsiere ich mich immer sehr. Die “Quelle” liegt ja fast völlig im Schatten. Farne und Helleboren dominieren dort, aber je weiter man in Richtung Bachmündung an das Teichufer geht, ums “sonniger” werden die Stauden. Das Diamantgras, Calamagrostis brachytricha, hat sich dann auch schon auf der Höhe des Rosenrondells angesiedelt.

Genau da laufen wir jetzt auch zusammen hin. Mit Hilfe des kleinen Stein-Stegs überqueren wir das Wasser und haben von hier einen guten Blick auf den Bach, der tatsächlich eine neugierige Kurve direkt in das Rosenrondell hineinwagt. Am schönsten sind momentan die verschiedenen Persicaria am Bachlauf. Die roten Perlenschnüre des Fadenknöterichs leuchten mit dem dunkelroten Laub von ‘Red Dragon’ auf der gegenüberliegenden Seite um die Wette. Kurz bevor  sich die Sonne am Horizont verabschiedet, ist es hier am schönsten.   

Im Rosenrondell habe ich dieses Jahr auch viel dekoriert, die Rosen haben sich nicht wirklich vom Hagel erholt, aber sie sind da! Das Teichbeet ist dagegen so üppig zugewachsen, dass das Wasser kaum zu sehen ist.

Im Herbstbeet hatte das Wetter besonders böse zugeschlagen. Miscanthus ‘Silberfeder’, zwei verschiedene Goldruten (Solidago) und drei Astern sind völlig verschwunden. Erstaunlicherweise hatte die Euphorbia nur ihre Blütenbüschel verloren, die Staude selber steht bis jetzt 1 A im Herbstbeet und sie ist eingerahmt von gelber Rudbeckia ‘Goldsturm’ und Bistorta amplexicaule ‘Blackfield’, dem vielleicht dunkelsten roten Kerzenknöterich. Ein wunderbares Bild über Monate, ja klar, perfekt wäre es gewesen, wenn nicht drei Viertel der Pflanzen verschwunden wären. Aber ich habe das Beet nicht angerührt, ich möchte wissen, was nächstes Jahr wieder austreibt und was ich wirklich endgültig verloren habe.

Ihr fragt, was das Phloxbild Ende Oktober bedeutet? Es zeigt, dass die Natur sich doch oft selber hilft. Ich habe ungefähr 10 verschiedene Phloxe im Garten, aber sie waren alle nach dem Unwetter verschwunden. Dieser eine aber hat sich besonnen und ist erneut ausgetrieben. Und gerade jetzt, vor Garten-Ultimo fängt er zu blühen an, wie schön! Dann gibt es einen Neuzugang, der lange auf seinen Auftritt warten musste. Aber als ich die Herbstdekoration verteilte, da fiel mir die kleine Vogelleuchte mit Rostoptik in die Hand. Kurzerhand ins Beet gesteckt, aber ohne Kerze, habe ich jetzt endlich einen kleinen Wasser-Anzeiger, der mir anzeigt, ob es in der Nacht nennenswert geregnet hat. Die “offiziellen” Regenmesser, meist aus buntem Plastik sind nämlich gar nicht meine Welt.

Meine Rose, Rosa ‘The Lady’s Blush’, auf dem letzten Bild ist inzwischen meine Lieblingsrose geworden liebe Jeannette Frank. Du kennst mich doch recht gut und wusstest auch, warum Du sie unbedingt in Terrassennähe ins Beet setzen wolltest. Ich finde sie auch im morbiden Vergehen hinreißend und liebe sie bis zum letzten Blüten-Blatt – liebe sie, bis der letzte Rosen-Vorhang des Jahres – fällt.

Tja, das waren zwei intensive Monate kurz vor Ende des Garten-Jahres und es bleibt mir nur, Euch einen ruhigen November zu wünschen, in dem die Gärtner/innen und Gärten langsam zur verdienten Ruhe kommen.

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8 Kommentare

  • Erika Elferink sagt:

    Wie immer bekommt man wunderschöne Bilder zu sehen bei Dir und es ist ein toller Spaziergang durch Deinen Märchengarten, und Deine Beschreibungen dazu sind herrlich zu lesen. Ich wünsche Dir, dass im nächsten Jahr sich Dein Garten wieder vollständig erholt, und viel wieder kommt von dem, was Du vermißt. Liebe Grüße und toi, toi, toi.

    • Das Wurzerl sagt:

      Danke liebe Erika, ja, ich bin wirklich sehr gespannt, was nächstes Jahr in meinem Garten wieder “Hallo” sagen wird. Momentan genieße ich die Birken, so spät haben sie sich selten verfärbt, es ist als wollten sie mich, wie der Zitronenfalter, für das fehlende Gold des Ginkgo entschädigen. Ich wünsche Dir eine schöne Restwoche. LG Wurzerl

  • Susanna sagt:

    Liebe Renate,
    sooo viele Reisen im September, ich kann’s kaum glauben und freue mich auf deine Berichte! Wenn das Hochwasser deinen Garten auch arg gebeutelt hat, so sind deine Bilder dennoch wunderschön! Und dann hast du Pläne, was du noch alles pflanzen möchtest: ist es nicht erstaunlich, was immer noch in unsere kleinen Gärten hineinpasst und welche neuen Ideen sich immer wieder in unser Gärtnerherz mogeln? Da muss ich innerlich immer wieder schmunzeln, wenn ich um diese Jahreszeit gefragt werde: “Hast du deinen Garten schon fertig?” Ich glaube, niemals wird er fertig sein, alles ist im Fluß und das ist gut so!
    Nun genießen wir die Ruhezeit, Gräser und vom Raureif gelegentlich verzierte Samenstände und planen weiter für das nächste Jahr …
    Ich wünsche dir noch viel Freude an den allerletzten Blütengrüßen deines Gartens,
    liebe Grüße aus meinem Garten,
    Susanna

    • Das Wurzerl sagt:

      Liebe Susanna, ja ich denke wie Du, ein Garten wird niemals fertig, nie! Und ich freue langsam auch auf die, wie wir Münchner sagen: “Staade Zeit”. Ich hatte übrigens kein Hochwasser sondern einen Monsun mit schwerem Hagel. Aber ich denke, wir müssen uns langsam daran gewöhnen, dass das Gartenjahr nicht mehr “normal” durchläuft. Es wird halt jedes Jahr andere Kapriolen geben, mit langfristig wärmeren Durchschnittstemperaturen und weniger Niederschlägen. Schon aus diesem Grund werden unsere Gärten immer wieder neu durchdacht werden müssen. Ich wünsche Dir noch einen schönen restlichen Herbst. LG Wurzerl

  • Liebe Renate
    Eine Aufregende Zeit liegt hinter uns. Ich freue mich auf die Winterruhe. Doch beim Pflanzen der Blumenzwiebeln kommt schon wieder die Sehnsucht nach dem kommenden Frühling. Danke dir also für die wunderbaren Gartenimpressionen aus deinem Garten, zum Verlieben. Dir weiter eine schöne stimmungsvolle Zeit. LG Erna

    • Das Wurzerl sagt:

      Liebe Erna, ich freue mich auch auf die Winterruhe, Zwiebeln pflanze ich diesen Herbst gar nicht. Es gibt zu viele Lücken in den Beeten, wo ich nicht weiß, ob nicht ein Stauden-Herz auf das Frühjahr wartet, um dem Hagel zu trotzen und erneut auszutreiben. Da möchte ich nichts stören oder gar zerstören. Es kommt wieder ein neues Jahr zum Pflanzen und Genießen. Und… Freunde besuchen. Habe noch schöne Herbsttage! LG Wurzerl

  • Wow, soviele besuchte Gärten in so kurzer Zeit. Da bin ich schon ein wenig neidig 😉
    Und tolle Bilder.
    Die Impressionen aus Deinem Garten sind auch wundervoll, ich weiß gar nicht, welches Bild ich am schönsten finde. Der September war bei uns übrigens sehr schön, besser als der Sommer.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    • Das Wurzerl sagt:

      Lieber Wolfgang, ich liebe Gartenreisen und durchaus das Zurücklehnen in einem Bus, wo ich mich dann auch einfach nur auf den Garten-Moment konzentrieren muss. Aber ich habe festgestellt, dass das zwar entspannend ist, aber man niemals komplett in einen Garten eintauchen und nie den Gartenmenschen so nahe kommen kann, dass da dann auch richtige Gartenfreundschaften entstehen können. Der Lockdown – die Möglichkeit entferntere Ziele z.B. in meinem geliebten England mit organisierten Reisen durchzuführen, ist in weite Ferne gerückt. Also habe ich mit meiner FB-Gruppe Traumgärten erleben angefangen kleine Gartenreisen für kleine Gruppen oder auch größere für mich und Begleitperson zu organisieren. Das funktioniert nicht nur wunderbar, es ist auch in allen Punkten ein Gewinn. Lediglich die Fahrt ist natürlich dann voll auf meinen Schultern, aber was soll es, die Ziele sind es wert. Ich wünsche Dir auch ein schönes Wochenende. LG Wurzerl